Proteste in Frankreich: Sorge vor neuen Ausschreitungen in Paris - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Bei den erwarteten neuen Protesten in Frankreich an diesem Samstag sollen nach Regierungsangaben 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Der Einsatz werde Eliteeinheiten der Polizei, "etwa 20" gepanzerte Fahrzeuge und 15 Wasserwerfer umfassen, sagte Innenminister Laurent Nuñez. Er warnte, dass in Online-Netzwerken bereits Aufrufe zu Gewalt und Plünderungen kursierten. Behörden, Geschäfte und Kultureinrichtungen in Paris rüsten sich deshalb für ein weiteres unruhiges Wochenende.
Neben einer Reihe anderer Organisationen in Frankreich rief die studentische Gewerkschaft UNEF zu Kundgebungen auf. Außerdem plant die "Gelbwesten"-Bewegung einen Marsch durch das Zentrum von Paris. Eine Reihe von Demonstrationen ist laut Innenminister Nuñez vorab verboten worden. Erlaubt würden Kundgebungen, bei denen Ordner zur Stelle seien.
Mutmaßlich rassistischer Anschlag bei Paris
Bei einem mutmaßlich rassistisch motivierten Angriff auf offener Straße in einem Vorort der französischen Hauptstadt Paris hat ein Mann einen Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Die Attacke sei "objektiv ein Anschlag mit rassistischer, wahrscheinlich islamfeindlicher Konnotation" gewesen, sagte der Bürgermeister der betroffenen Stadt Trappes, Ali Rabeh. Innenminister Nuñez sagte, es handele sich "eindeutig um ein terroristisches Verbrechen".

Unter den Verletzten ist auch ein zwölfjähriges Mädchen. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" ein. Die Tat sei "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden.
Mehrere Tote bei Attacke auf Kirche in Jordanien
Bei einem Angriff auf eine Kirche in der Provinz Karak in Jordanien sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehr als 30 wurden verletzt als Schützen das Feuer auf eine Trauerprozession eröffneten, wie die Sicherheitsbehörden in dem arabischen Land mitteilten. Die Täter seien auf der Flucht, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Petra. Augenzeugenberichten zufolge sollen sich während der Trauerfeier zwischen 150 und 200 Menschen im Bereich der Kirche aufgehalten haben.

Angriffe dieser Art sind in dem Land im Nahen Osten äußerst selten. Die jordanischen Behörden haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren jedoch wiederholt Anschlagsversuche islamistischer Extremisten vereitelt. Der jordanische König Abdullah besuchte Karak wenige Stunden nach dem Angriff und kündigte an, die Täter würden "mit eiserner Faust" bestraft.
Ukraine-Krieg: Waffenruhe für Frontstadt vereinbart
Nach der Pendeldiplomatie von US-Unterhändler Steve Witkoff kommt wieder etwas Bewegung in die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg. Russland und die Ukraine bestätigten nach einer entsprechenden US-Ankündigung eine lokal begrenzte Waffenruhe in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt Oleschky ab Dienstag.

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow sagte, im Rahmen einer humanitären Operation für Oleschky würden seine Streitkräfte das Feuer einstellen. Auch die Regierung in Kyjiw stimmte einer Waffenruhe zu. Die seit Monaten abgeriegelte Kleinstadt liegt auf russischem Besatzungsgebiet im Süden der Ukraine am Ufer des Dnipro. Nach ukrainischen Angaben hält Russland dort etwa 2000 Menschen fest.
Taifun "Champi": Schäden in Taiwan
Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Einsatzkräfte arbeiten nach Angaben der Behörden daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen.

Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben. Etwa 500 Personen wurden verletzt. Die Stürme im Pazifik fallen dieses Jahr infolge des Klimaphänomens El Niño heftig aus. Der Höhepunkt des gegenwärtigen El Niño wird für Dezember erwartet. Seine Folgen werden aber voraussichtlich noch bis weit ins kommende Jahr reichen.
Sommerzeit in Europa endet
In der Nacht zum Sonntag wird in der Europäischen Union wieder an der Uhr gedreht: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Dann ist es morgens wieder früher hell und dafür nachmittags eher dunkel. Kritiker der Zeitumstellung führen gesundheitliche Belastungen ins Feld und betonen, dass Energiespareffekte kaum nachweisbar seien.
Rein technisch ist der Zeitwechsel aber unproblematisch. Taktgeber für präzise Zeitangaben sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren an die Zeitumstellung anpassen.
haz/pg/AR (dpa, afp, rtr)
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