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Saturday, October 17, 2026

Netzwerk Kinderrechte Schweiz – Fast jedes fünfte Kind ist in der Schweiz armutsgefährdet

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  • 114'000 Kinder sind in der Schweiz von Armut betroffen. Zudem sind 315'000 weitere Kinder armutsgefährdet.
  • Besonders gefährdet sind Kinder aus Einelternhaushalten und kinderreichen Familien.
  • Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz fordert daher eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Kinderarmut.

Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz stellt in einer Mitteilung fest, dass Kinderarmut nicht nur den Lebensstandard, sondern auch Bildungs-, Entwicklungs- und Gesundheitschancen sowie soziale Teilhabe beeinträchtige. Es brauche daher verbindliche Ziele und systematische Erfolgskontrollen, eine eigenständige kinderspezifische Dimension im Nationalen Armutsmonitoring sowie schweizweite Mindeststandards bei Familienleistungen.

Nationale Strategie gefordert

Heute hänge es aber vom Wohnkanton und Aufenthaltsstatus ab, welche Unterstützung eine Familie erhalte, hiess es. Es brauche deshalb eine nationale Strategie als Antwort statt eines kantonalen Flickenteppichs an Leistungen.

Auch weitere zentrale Kinderrechte sind laut Medienmitteilung in der Schweiz fünf Jahre nach den Empfehlungen des UNO-Kinderrechtsausschusses nach wie vor nicht zufriedenstellend umgesetzt. Die Kinderrechts­folgen­abschätzung beschränke sich auf eine blosse Erwähnung im Botschaftsleitfaden, und zentrale Datenlücken – etwa zu ausserfamiliär platzierten Kindern oder zu den Gründen für Kindesschutzmassnahmen – bestünden weiter.

Person in blauer Jeans sitzt auf dem Boden neben einem Stofftier.
Legende: Fast fünf Prozent der Kinder unter 16 Jahren wurden 2024 in drei oder mehr wichtigen Lebensbereichen finanziell benachteiligt. Dies zeigt eine Auswertung des Bundesamtes für Statistik. Shutterstock / Roman Bodnarchuk Shutterstock (Symbolbild)

Am deutlichsten zeigt sich der Rückstand laut dem Netzwerk bei der Ombudsstelle für Kinderrechte: Das Parlament habe dafür bereits 2020 einen klaren Auftrag erteilt, und auch in der Vernehmlassung sprach sich eine deutliche Mehrheit für eine unabhängige Stelle aus, die Kinder individuell berät und bei Bedarf vermittelt. Der Bundesrat halte aber «an einer abgeschwächten Lösung fest, die genau auf diese Elemente verzichtet».

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