Portugal blamiert sich weltweit: Ronaldo arbeitet 38,6 Sekunden, um seine Witzstrafe zu begleichen

Ronaldo arbeitet 38,6 Sekunden, um seine Witzstrafe zu begleichen
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20.10.2026 | 13:21 Uhr
Cristiano Ronaldo sorgt mit seiner Flucht von der Nationalmannschaft für großen Wirbel. Nun erhält der Superstar die Quittung. Doch für die Witz-Strafe gibt es reichlich Spott.
"Zeit für Mathematik", schrieb Portugals Sportzeitung "A Bola", als die Verbandsstrafe für Cristiano Ronaldo endlich publik war - und in ganz Europa wurde eifrig mitgerechnet. Lächerliche 255 Euro muss der Superstar zahlen, weil er im September aus der Nationalmannschaft geflohen war, und wie viel ist das nun in Ronaldos Welt?
Beim saudischen Klub Al-Nassr streicht er ein Grundgehalt von 208 Millionen Euro jährlich ein, inklusive Boni sind es fast 250 Millionen Euro. Ronaldo arbeitet also 38,6 Sekunden, um für sein aufsehenerregendes Fehlverhalten zu bezahlen - er überweist 0,00012 Prozent seines Jahresgehalts an den nationalen Verband FPF.
Sperre bleibt folgenlos
"Die Welt hat erfahren, was es kostet, die Nationalmannschaft zu verlassen", schrieb "A Bola", "aber wir haben auch erfahren, was die Welt vom portugiesischen Fußball und seinen Vorschriften hält: 'Lächerlich', war zu lesen." Das fasste die internationale Kommentarlage treffend zusammen.
Und tatsächlich folgenlos ist auch die begleitende Sperre: 30 Tage darf Ronaldo nicht für die Nationalmannschaft spielen, die Sanktion gilt rückwirkend seit seiner vorläufigen Suspendierung am Tag nach der Abreise aus dem Camp am 30. September, sie endet damit noch im Oktober. Die nächsten Länderspiele stehen für Portugal erst im November an, in der Nations League gegen Dänemark (14. November) und in Wales (17. November).
Gegen Artikel 160 verstoßen
Die Strafe bewegt sich innerhalb der Vorgaben des Verbands für derartige Vergehen. Ronaldo habe gegen Artikel 160 der Disziplinarordnung verstoßen, teilte die FPF mit, dafür sieht das Reglement zunächst eine Sperre von einem bis sechs Monaten vor, für einen Profispieler zudem eine Geldbuße in Höhe von 510 bis 1020 Euro. Ronaldos Seite habe aber mildernde Umstände geltend machen können - das Einräumen seines Fehlverhaltens gehöre dazu, zudem Bedeutung und Verdienste für die Nationalmannschaft.
Ronaldo hatte während der vergangenen Länderspielpause das Trainingslager des Teams verlassen. Anlass war seine Nichtberücksichtigung durch Nationaltrainer Jorge Jesus in Norwegen (2:1) und dessen Ankündigung, ihn auch im folgenden Spiel gegen Dänemark nur auf die Bank zu setzen.
Ronaldo beließ es in der Folge nicht bei der Abreise, beschuldigte Jesus auch öffentlich des Wortbruchs. Zugleich räumte er ein Fehlverhalten ein, welches nicht folgenlos bleiben solle, und entschuldigte sich bei Mitspielern und Fans. Jesus könnte Ronaldo im November nun wieder nominieren und plant dies laut Medienberichten auch.
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