Razzia gegen Schusswaffen-Gewalt: Hamburger Polizei nimmt führenden Hells Angel fest

Razzia gegen Schusswaffen-GewaltHamburger Polizei nimmt führenden Hells Angel fest
07.11.2026, 10:48 Uhr

Nach mehreren Vorfällen mit Schusswaffen in den vergangenen Wochen bildet die Hamburger Polizei eine eigene Einheit. Diese führt in der Nacht Razzien durch - mit Erfolg. Unter den Festgenommenen ist auch ein hochrangiges Mitglied der Hells Angels.
Die Hamburger Polizei hat in der Nacht bei einem Schwerpunkteinsatz gegen illegale Schusswaffen mehrere Menschen festgenommen. Zivilfahnderinnen und Zivilfahnder, Schutzpolizei und Zoll hätten in der Innenstadt, in der HafenCity und auf St. Pauli gezielt Autos kontrolliert, berichtete der NDR. Nach Informationen des Senders ist unter den Festgenommenen auch ein führendes Mitglied der Hamburger Hells Angels.
Dem Bericht zufolge stoppten die Beamten der Soko Kinesis in der Bugenhagenstraße am späten Freitagabend mehrere schwarze Luxusautos. Zuvor seien Männer bei einer Geldübergabe beobachtet worden, darunter das Mitglied der Hells Angels. Dieses soll eine scharfe Schusswaffe bei sich gehabt haben. Zudem sei "viel Bargeld" gefunden worden, heißt es beim NDR. Insgesamt wurden demnach fünf Menschen festgenommen.
Auch in der HafenCity kam es dem Bericht zufolge zu zwei Festnahmen. Die beiden mutmaßlichen Hells-Angels-Mitglieder hatten eine Waffe bei sich. Bei weiteren Kontrollen wurden weitere Männer festgenommen und mehrere Zehntausend Euro Bargeld gefunden.
Die Kontrollen seien "im Lichte der jüngsten Gewalttaten" erfolgt, zitierte der NDR das Lagezentrum. Mehr Informationen wurden demnach nicht gegeben. Hintergrund der Ermittlungen sind mehrere Schießereien seit dem Sommer. Anfang September wurden zwei Männer auf St. Pauli erschossen. Bei weiteren Vorfällen mit Schusswaffen wurden mehrere Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Für Aufsehen sorgte die Festnahme eines bewaffneten 13-Jährigen. Dieser soll nach Angaben des Senats den Auftrag erhalten haben, eine Person zu töten. Um der Gewalt auf die Spur zu kommen, wurde eine eigene Einheit aus Polizei und Landeskriminalamt gebildet.
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