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Tuesday, October 13, 2026

"Die Person ist noch nicht tot": Aufzeichnung von Christa Pikes gescheiterter Hinrichtung zeigt völliges Chaos

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"Die Person ist noch nicht tot"Aufzeichnung von Christa Pikes gescheiterter Hinrichtung zeigt völliges Chaos

13.10.2026, 09:52 Uhr

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Die Rettungsfahrzeuge standen vor der Hochsicherheitsanstalt Riverbend, wurden aber nicht eingelassen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Christa Pike überlebt am 30. September zwei Giftspritzen - dann beginnt ein dramatischer Kampf um Hilfe. Notrufe werden angezweifelt, Rettungskräfte stehen vor verschlossenen Toren. Aufnahmen offenbaren das Chaos nach der gescheiterten Hinrichtung.

Nach der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike im Gefängnis von Nashville im US-Bundesstaat Tennessee brach dort Panik aus. Das belegen Aufnahmen, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen und über die mehrere US-Medien berichten. Demnach gab es erhebliche Verwirrung zwischen Ersthelfern und Gefängnisbeamten. Wertvolle Minuten vergingen, während die Beteiligten versuchten, herauszufinden, ob ein Notruf aus der Hinrichtungskammer überhaupt möglich ist.

Den Aufzeichnungen zufolge ging schließlich der erste Notruf am 30. September um 20:40 Uhr bei den Rettungskräften ein, etwas mehr als eine Stunde nach Beginn der versuchten Hinrichtung. "Wir haben heute Abend eine Hinrichtung durchgeführt. Wir haben 10 Gramm Pentobarbital verabreicht. Die Person ist noch nicht tot", sagte der Anrufer und bat um einen Krankenwagen. Die Disponentin antwortete darauf, indem er den Anrufer nach einem Bestätigungscode fragte, mit dem sich die Behörden untereinander vergewissern können, dass es sich bei dem Anruf nicht um eine Falschmeldung handelt. Der Anrufer hatte keinen solchen Code.

Um 20:59 Uhr rief die Disponentin die Zentrale Leitstelle des Justizvollzugsministeriums von Tennessee an, um die Echtheit des Anrufs zu überprüfen. "Wir versuchen herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Notfall handelt und wir einen Krankenwagen schicken müssen, oder ob es sich um einen Scherzanruf handelt", sagte sie. Ihr wurde daraufhin mitgeteilt, dass niemand aus diesem Büro die Polizei wegen einer missglückten Hinrichtung verständigt habe. Um 21:03 Uhr schloss die Frau aus diesen Informationen: "Uns wurde mitgeteilt, dass es sich um einen Fehlalarm handelt" und "im Riverbend-Gefängnis wird keine medizinische Hilfe benötigt".

Gefängnistore bleiben geschlossen

Weitere drei Minuten später, um 21:06 Uhr, 26 Minuten nach dem ersten Anruf, meldete sich die Strafvollzugsbehörde schließlich mit dem Code zurück. Trotzdem öffneten sich die Gefängnistore für die inzwischen losgeschickten Rettungskräfte noch nicht. Eine Einsatzkraft vor dem Tor berichtete: "Jemand steht vor dem Gefängnistor, sagt uns, dass es sich um einen realen Vorfall handelt und fordert uns auf, hineinzugehen. Er behauptet, eine Art Staatsbeamter zu sein. Ich brauche jemanden, der zum Tor geht und mit diesen Leuten spricht."

Schließlich rief um 21:11 Uhr ein Polizeidisponent die Tennessee Highway Patrol an und bat die Behörde, einen Polizisten zum Gefängnis zu schicken, damit die Einsatzfahrzeuge die Gefängnistore passieren konnten. Gleichzeitig machte Pikes Verteidigerin den Gefängnismitarbeitenden Druck. Zu hören ist: "Nur damit ihr Bescheid wisst: Die Verteidigerin, Kelly Cleason, ruft uns an und fragt nach dem aktuellen Stand. Die Sache spitzt sich also zu."

Wenige Minuten später wurden vor der Hochsicherheitsanstalt Riverbend Krankenwagen und Polizeifahrzeuge fotografiert. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass Pike schließlich um 21:36 Uhr in ein örtliches Krankenhaus gebracht und dort künstlich beatmet wurde. Kurz bevor sie wegen mutmaßlichen Hirntods von den lebenserhaltenden Geräten getrennt wurde, wachte sie am Dienstag wieder auf. Inzwischen wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen und zurück ins Gefängnis gebracht.

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