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Sunday, November 8, 2026

Events oder Parkplatz? Das macht Arbeitgeber wirklich attraktiv

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  • Eine neue KOF-Studie zeigt, wie viel Lohn Jobsuchende für bestimmte Zusatzleistungen aufgeben würden.
  • Firmenauto, Homeoffice, Kita-Zuschuss und Parkplatz punkten bei Jobsuchenden, während Teamevents keinen nachweisbaren Vorteil bringen.
  • 20 Minuten will von der Community wissen, welche Teamevents sie mag und was sie daran am meisten nervt.

Pizza mit dem Team, ein Ausflug mit der Abteilung und zum Jahresende die grosse Firmenparty: In manchen Stelleninseraten klingt der Job auch nach einem gut gefüllten Freizeitprogramm. Doch die Aussicht aufs Feiern mit der Belegschaft zieht bei der Jobsuche offenbar wenig: Ein Hinweis auf Teamevents macht Stelleninserate nicht nachweisbar attraktiver, zeigt eine Studie mit Beteiligung der KOF an der ETH Zürich.

Vom Firmenauto über die Kantine bis zum Coaching: Die untersuchten Angebote betreffen ganz unterschiedliche Seiten des Arbeitsalltags. Manche übernehmen einen Teil der privaten Ausgaben, andere versprechen Unterstützung, gemeinsame Erlebnisse oder mehr Spielraum bei der Arbeit. Bei der Stellensuche fallen sie unterschiedlich stark ins Gewicht.

So entstand die Studie

Geschäftsauto und Homeoffice liegen vorne

Ein Geschäftsauto, Homeoffice, Beiträge an die Kinderbetreuung und ein Parkplatz machen laut der Studie Stelleninserate für Jobsuchende nachweisbar attraktiver. Doch wie viel sind ihnen diese Extras wert? Dafür berechneten die Forschenden, auf wie viel Lohn Stellensuchende für das jeweilige Angebot verzichten würden.

Beim Geschäftsauto sind es laut Modell 10,4 Prozent des Lohns, beim Homeoffice 8,3 Prozent. Der Kita-Zuschuss folgt mit 6,1 Prozent, der Parkplatz mit 4,4 Prozent. Tatsächlich ausgehandelte Lohnkürzungen wurden nicht beobachtet. Die Zahlen sind Schätzungen auf Grundlage des Suchverhaltens und der ergänzenden Befragung.

Beim Geschäftsauto liegt der berechnete Wert ungefähr bei den Kosten eines privaten Leasings für einen Kompakt- oder Mittelklassewagen inklusive Versicherung, Steuern und Wartung. Homeoffice steht hier für die Möglichkeit, einen Teil der Woche zu Hause zu arbeiten, eine feste Zahl von Tagen ist damit nicht gemeint. Beim Kita-Zuschuss erwarteten die Befragten im Schnitt, dass der Arbeitgeber etwa die Hälfte der externen Betreuungskosten übernimmt.

Kantine und Coaching machen weniger aus

Auch Angaben zu Coaching, Essenszulagen, Gesundheitsförderung und einer Kantine führten im Experiment nicht verlässlich zu mehr Interesse an den Inseraten. Bei flexiblen Arbeitszeiten zeigte sich ein ähnliches Bild. Doch flexibel für wen? Darfst du selbst entscheiden, wann du arbeitest? Oder musst du dann verfügbar sein, wenn der Betrieb dich braucht?

Rund ein Fünftel der Befragten verstand das entsprechende Symbol als Flexibilität nach den Wünschen des Arbeitgebers. Das könnte laut den Forschenden erklären, weshalb dieses Extra keinen klaren Bonus brachte. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr hatte keinen eindeutig nachweisbaren Wert.

Weihnachtsfeier: Vorfreude oder Pflichtprogramm?

Teamevents stehen in der Berechnung auf dem zweitletzten Platz, zwischen Kantine und Betriebsarzt. Untersucht wurde das Interesse an Stelleninseraten. Daraus lässt sich aber keine generelle Abneigung gegen Firmenfeste ableiten. Ob Beschäftigte gerne mit ihren Kolleginnen und Kollegen feiern oder gemeinsame Anlässe den Zusammenhalt stärken, war nicht Gegenstand der Studie.

Jetzt bist du gefragt: Freust du dich auf die Weihnachtsfeier und den Firmenausflug oder fühlt sich der Termin nach Pflichtprogramm an? Welche Teamevents machen dir Spass, welche würdest du am liebsten auslassen? Erzähl uns von deinen Erfahrungen und davon, was dich an solchen Anlässen besonders freut oder nervt.

Welche Extras sind dir bei einem Job am wichtigsten und welche gar nicht?

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Martine Anastasiou

Martine Anastasiou (man), Jahrgang 2001, arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Wirtschaft.

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