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Tuesday, September 29, 2026

Mehrheit für eigene Atomwaffe: Weniger Südkoreaner sind für Vereinigung mit Nordkorea

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Mehrheit für eigene AtomwaffeWeniger Südkoreaner sind für Vereinigung mit Nordkorea

29.09.2026, 09:30 Uhr

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Süd- und Nordkorea haben seit Ende des Koreakriegs keinen Friedensvertrag unterzeichnet und werden durch eine militärisch hochgerüstete Landesgrenze getrennt. (Foto: picture alliance/dpa)

Nur 39 Prozent Südkoreaner halten eine Wiedervereinigung mit dem Norden für notwendig, wie eine Umfrage zeigt - deutlich weniger als im ersten Erhebungsjahr 2007. Eine große Mehrheit hält Dialog und Kompromiss mit der nordkoreanischen Regierung für nicht möglich.

Die Unterstützung für eine Wiedervereinigung mit Nordkorea nimmt in Südkorea einer Langzeitumfrage zufolge langfristig ab. Nur mehr 39 Prozent halten eine Vereinigung der beiden koreanischen Staaten für notwendig oder eher notwendig, wie aus einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup Korea im Auftrag der renommierten Seoul National University hervorgeht. Vor fast 20 Jahren, im ersten Erhebungsjahr 2007, lag der Wert noch bei 63,8 Prozent. Bei Südkoreanern in ihren Zwanzigern ist der Wunsch nach einer Wiedervereinigung mit 25,2 Prozent am geringsten. Zugleich befürwortet eine Mehrheit der Befragten eine eigene Atombombe.

Gleichzeitig akzeptieren immer mehr Südkoreaner eine Teilung zwischen den zwei Staaten. 31,5 Prozent der Befragten erklärten, es sei besser, die derzeitige Trennung beizubehalten - so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Unter Leuten in ihren Zwanzigern und Dreißigern bevorzugen jeweils mehr als 55 Prozent entweder den Status quo oder haben wenig Interesse an einer Wiedervereinigung.

Nordkorea wird zudem nach wie vor als Bedrohung wahrgenommen. 86,4 Prozent der Befragten fühlen sich durch dessen Atomwaffen bedroht, 78,3 Prozent halten Dialog und Kompromiss mit der nordkoreanischen Regierung für nicht möglich - ein deutlicher Anstieg verglichen mit dem Vorjahr (66,5 Prozent). Parallel dazu sind über 61 Prozent der Südkoreaner inzwischen für eine nukleare Bewaffnung ihres Landes, ein Anstieg von mehr als 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zustimmung zur eigenen Atomwaffe erstreckt sich über sämtlicher politischen Lager - von konservativ bis progressiv.

Die Forscher der Seoul National University weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die Frage zur nuklearen Bewaffnung lediglich die grundsätzliche Zustimmung erfasst und etwaige Kosten oder diplomatische Folgen nicht berücksichtigt. Die Umfrage wurde vom 1. bis 26. Juli unter 1200 Erwachsenen im Alter von 19 bis 74 Jahren durchgeführt.

Süd- und Nordkorea haben seit Ende des Koreakriegs (1950-53) bis heute keinen Friedensvertrag unterzeichnet und werden durch eine militärisch hochgerüstete Landesgrenze getrennt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich seit Ende 2023 vom jahrzehntelangen Ziel einer Wiedervereinigung mit dem Süden abgewandt. In Südkorea hingegen ist das Ziel einer Wiedervereinigung weiterhin verfassungsrechtlich verankert.

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