Bis zu 6,6 Prozent: So stark steigen die Prämien in deinem Kanton

- Je nach Kanton fallen die Prämienerhöhungen 2027 sehr unterschiedlich aus – die Spanne reicht von +3,0 % bis +6,6 %.
- Schweizweit beträgt der Anstieg im Durchschnitt fünf Prozent; besonders hart trifft es Zürich und den Jura.
- In absoluten Zahlen zahlen Tessiner am meisten (519.90 Franken/Monat), Zugerinnen und Zuger am wenigsten (276.20 Franken).
Alle Jahre wieder Ende September: Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr deutlich – schweizweit im Schnitt um 5 Prozent, beziehungsweise 19.70 Franken pro Monat. Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind jedoch gross, wie eine Auswertung zeigt.
Klarer Anstieg: Schlechte News für Zürcher, Berner und Aargauer
Am härtesten trifft es ausgerechnet den Heimatkanton von Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider: 6,6 Prozent bezahlen Jurassierinnen und Jurassier 2027 zusätzlich.
So wurde der Anstieg berechnet
Ebenfalls deutlich teurer wird es im bevölkerungsreichsten Kanton des Landes – in Zürich beträgt der Aufschlag satte 5,8 Prozent oder 22 Franken.
Mehr als im Durchschnitt schlagen die Prämien auch in Schaffhausen (+6,4%), in Solothurn (+6,0%), im Aargau und im Wallis (je +5,6%), in Bern (+5,4%) oder Neuenburg auf.
Verhältnismässig gut davon kommen im nächsten Jahr Glarner (+3,0%), Waadtländerinnen (+3,5%), Tessiner (+3,7%), Bündnerinnen und Baselbieter (je +4,3%), Zugerinnen (+4,4%) und Basler (+4,5%).
Tessiner zahlen 520 Franken, Zuger nur gerade 276 Franken
Auch in absoluten Frankenbeträgen sind die Unterschiede enorm. An der Spitze steht der Kanton Tessin, wo die durchschnittliche Prämie 2027 bei 519.90 Franken pro Monat liegt, gefolgt vom Kanton Genf mit 508.60 Franken.
Ebenfalls tief ins Portemonnaie greifen Basler (491.30 Franken) und Berner (420.20 Franken). Von den tiefsten Prämien profitieren Einwohnende der Kantone Zug (276.20 Franken), Appenzell-Innerrhoden (285.50 Franken) und Uri (317.40 Franken).
Die Prämien steigen damit wie praktisch jedes Jahr seit der Jahrtausendwernde an. Zwischen den Altersgruppen sind die Unterschiede aber eher gering. Bei den Kindern beträgt der Anstieg im nationalen Durchschnitt 4,6 Prozent, bei jungen Erwachsenen 4,8 Prozent und bei Erwachsenen ab 26 Jahren 4,9 Prozent. Die allerhöchsten Prämien im Land zahlen erwachsene in Genf mit 610.60 Franken.
20 Milliarden Franken alleine für Arzt-Behandlungen und Medikamente
Grund für die höheren Prämien sind gestiegene Gesundheitskosten von 5,3 Prozent. Dieser Anstieg sei vor allem auf eine gestiegene Anzahl von Behandlungen zurückzuführen, obwohl die Häufigkeit von Krankheiten relativ stabil blieb, so der Bundesrat.
Die höchsten Kosten verursachten im Abrechnungsjahr 2025 ambulante Arztbesuche mit 10,07 Milliarden Franken, gefolgt von Medikamenten, die mit 9,69 Milliarden Franken zu Buche schlugen. Weitere wichtige Kostenblöcke sind ambulante und stationäre Spitalaufenthalte, Pflegeheime oder Spitex.
Was denkst du über die steigenden Krankenkassenprämien 2027 in deinem Kanton?
Christof Vuille (vuc) leitet seit 2023 das Ressort Politik und ist Mitglied der Redaktionsleitung. Er berichtet für 20 Minuten nah am Puls der Bundespolitik.
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