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Wednesday, October 21, 2026

Teamplayer da Costa: Erst Opfer, jetzt Gewinner

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Trotz starker Leistungen verlor Danny da Costa zwischenzeitlich seinen Stammplatz. Der Umgang damit macht ihn zum Vorbild für die Kollegen.

Eine Dreierkette als Sinnbild des Zusammenhalts: Danny da Costa mit Stefan Posch und Kacper Potulski (v.l.)

Eine Dreierkette als Sinnbild des Zusammenhalts: Danny da Costa mit Stefan Posch und Kacper Potulski (v.l.) IMAGO/STEINSIEK.CH

Kacper Potulski stand nach dem Sieg auf Schalke (1:0) im Mittelpunkt der Ovationen. Der polnische Jungstar, der passenderweise zu Wochenbeginn auch noch seinen 19. Geburtstag feierte, war mit 64 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und sogar 78 Prozent siegreichen Luftduellen individuell stärkster 05-Verteidiger - und avancierte somit zur Symbolfigur des heiß ersehnten "Zu null". Nach der Flut von zehn Gegentoren in den vorangegangenen drei Partien, an welcher der Teenager alles andere als unbeteiligt war, lieferte Potulski den Beleg: Als Teil einer kollektiv funktionierenden Defensive kann er seine Stärken sehr wohl verlässlich ausspielen.

In den durchaus verdienten Komplimenten für das Top-Talent ging der Beitrag eines routinierten Teamkollegen dagegen beinahe unter. Während Potulski seinen Platz als linkes Glied der Dreier-Abwehrkette verteidigte (kicker-Note 2,5), zählte Danny da Costa (33, 3,0) als rechter Innenverteidiger erstmals seit dem ersten Spieltag gegen Paderborn (0:0) wieder zur Startformation - dass die 05er beide Male ohne Gegentreffer blieben, ist ganz sicher kein reiner Zufall. Trainer Urs Fischer entschied sich in der letzten Linie erklärtermaßen bewusst für die erfahrenere Variante. Stefan Posch (29, 3,0) rückte dabei ins Zentrum, um dem Gesamtgefüge kurzfristig mehr Halt zu geben als es zuletzt Fabio Gruber (24, kicker-Notenschnitt 3,70) vermochte.

Mainz am 7. Spieltag

Gruber findet das perfekte Vorbild nun in der eigenen Kabine

Und dass da Costa rechts den Vorzug erhielt, war am Ende nur folgerichtig. Schließlich überzeugte der Modellathlet in dieser Rolle während der gesamten Vorbereitung konstant - und ebenso beim Liga-Auftakt (kicker-Note 2,5). Dass da Costa dennoch raus musste, trug für ihn persönlich schon gewisse tragische Züge. Schließlich lag die Ausbootung keinesfalls an seiner Leistung. Sondern zum einen daran, dass für den als faktischer Abwehrchef unumstrittenen Posch ein Platz gefunden werden musste.

Und zum anderen just an da Costas eigener Vielseitigkeit. Da Anthony Caci auf der rechten Schiene nach längerer Ausfallzeit noch nicht fit für 90 Minuten war und zugleich Silvan Widmer auf Eis lag, brauchte Fischer dort einen Backup - eben da Costa. Ein Musterbeispiel dafür, wie Einzelschicksale hinter dem größtmöglichen Nutzen fürs Team zurückstehen können.

Mustergültig war zugleich, wie da Costa mit dieser Zumutung umging: als Teamplayer par excellence. In der Rolle als Einwechselspieler für Caci avancierte er regelmäßig zum Garanten für Stabilität und Schwung nach vorne, zählte so beim Debakel gegen Frankfurt (1:3) zu den Lichtblicken und glänzte in Gladbach (4:3) sogar als Torschütze. Im Podcast Copa TS räumte er offen ein: "Mir würde es besser gehen, wenn ich von Anfang an spielen würde."

Aber auch, dass Fischer ihm "aus trainertaktischer Sicht seine Gedanken fürs Gesamtkonstrukt erklärt hat". Ähnlich könnte sich nun Fabio Gruber fühlen, in den vergangenen Wochen individuell sicher nicht wackliger als Potulski, der seinen Posten behalten durfte. Ein perfektes Vorbild für den Umgang mit einer solchen Situation findet Gruber in der eigenen Kabine. In Person von Danny da Costa.

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