Grüner noch mehr als schwarzer: Tee kann vor vielen Gefäßerkrankungen schützen

Grüner noch mehr als schwarzerTee kann vor vielen Gefäßerkrankungen schützen
21.10.2026, 09:09 Uhr
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Kaffee oder Tee? Mit dieser Frage lässt sich nicht nur die Vorliebe für eines dieser Heißgetränke herausfinden. Die Antwort kann auch Aufschluss über das Risiko für Gefäßerkrankungen geben, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.
Wer regelmäßig Tee trinkt, hat ein geringeres Risiko, eine Gefäßerkrankung zu entwickeln, als Nicht-Teetrinker. Das hat ein Forschungsteam mit einer groß angelegten Untersuchung herausgefunden. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden im "Journal of Internal Medicine" veröffentlicht.
In die Untersuchung wurden die Daten von knapp 500.000 Erwachsenen in China einbezogen. Sie wurden über einen medianen Zeitraum von 9 Jahren beobachtet. Während dieser Beobachtungszeit wurden knapp 15.000 Fälle verschiedener Gefäßerkrankungen registriert. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zerebrovaskuläre Erkrankungen, bei denen die Blutgefäße des Gehirns betroffen sind. Außerdem wurden pulmonale Herzerkrankungen, die durch einen erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf ausgelöst werden, sowie Fälle der peripheren Verschlusskrankheit, einer Durchblutungsstörung der Gliedmaßen, bei der meist die Arterien in den Beinen verengt oder verschlossen sind, festgestellt.
Sechs bis acht Tassen am Tag
Die Auswertung der Daten zeigte, dass regelmäßiger Teekonsum das Risiko für diese Erkrankungen um elf Prozent senkt. Das geringste Risiko wurde bei einem Konsum von sechs bis acht Tassen pro Tag gesehen. Dabei war die schützende Wirkung von grünem Tee deutlich größer im Vergleich zu schwarzem. Der Tee entfalte sein größtes schützendes Potenzial, wenn er mittelstark ist, so die Wissenschaftler. "Brennend heißer" Tee hingegen gehe mit einem erhöhtem Risiko für Gefäßerkrankungen einher.
"Die Analysen zeigten, dass Teekonsum, Raucherstatus und körperliche Aktivität mit dem Gefäßrisiko in Verbindung stehen, wobei die günstige Kombination aus regelmäßigem Teekonsum, Nichtrauchen und hoher körperlicher Aktivität mit dem geringsten Risiko verbunden war", resümieren die Forschenden.
Da die Ergebnisse lediglich statistische Zusammenhänge abbildet, lässt sich daraus keine Empfehlung für die Ernährung ableiten. Dennoch liefert die Studie starke Hinweise darauf, dass der tägliche Konsum mehrerer Tassen mittelstarken grünen Tees täglich, der nicht zu heiß ist, günstig auf die Gefäßgesundheit auswirken kann. Über die Sorten des grünen Tees wurden keine Angaben gemacht.
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