heise+ | Kommentar zu Musks Raketen-Roadster: Kindliche Freude verbietet sich
Wer sich an die Vorstellung des jüngsten Tesla Roadster erinnert, hat vor allem die spektakulären Bilder im Kopf. Dass fliegende Autos schon immer gut zogen, hat sich bereits kurz nach der Einführung der motorisierten Luftfahrt erwiesen – zahlreiche Prototypen der 30er- bis 60er-Jahre zeigten es eindrucksvoll. Im Gegensatz zu den lediglich in Sekunden oder Metern messbaren Pressluft-Hupfern des Tesla konnten jene achtbaren Ingenieursleistungen allerdings wirklich fliegen.
Tesla-Chef Elon Musk dagegen hat seine Ingenieure dazu gebracht, an die Grenzen des technisch Machbaren zu gehen, um eine Show abzuziehen. Dazu hat er Öffentlichkeitsarbeitende beauftragt, die wissen, wie man sich mit in eine eigentlich virtuelle Realität weisenden Bildern machtvoll in Erinnerung ruft. Und auch, wie man Aufmerksamkeit (ab)lenken kann. Denn auch darum scheint es ihm hier zu gehen.
Erst kürzlich überholt
Einen Ruf hat das Elektroautounternehmen ja – als erster Großserienhersteller, der nach einer unendlich scheinenden Anlaufphase erfolgreicher verkaufte als jeder andere, bis BYD erst vergangenes Jahr vorbeizog. Außerdem erinnert man sich an Musk als Pionier, wie man ihn sich in Zeiten des Klimawandels dringend herbeiwünschte.
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