Daily Maverick14 DAYS TO FIX LOCAL: Herman Mashaba: ‘Very, very slim’ chance of coalitions with the DAThe Jerusalem PostANC election losses could weaken South Africa's anti-Israel stanceInquirerHontiveros: Too early to say there’s already a number for VP convictionPunchSeven die as two trains collide in EgyptZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDF7sur7Trump admet que sa politique d’expulsions a été “trop dure”CBS Sports10 NFL trades that need to happen: Derrick Henry to Patriots, Budda Baker to Bills among optionsANSA SportSerie A: Fiorentina-Juventus 2-2CBS NewsFormer RFK Jr. adviser accuses Trump officials of corruptionRai NewsSerie A, Fiorentina-Juventus: 2-2. viola raggiunti due volteESPN DeportesEN VIVO: 49ers buscan regresar a la victoria frente a los RaidersFootball ItaliaSerie A | Fiorentina 2-2 Juventus: Old Lady fight back in Florence thriller
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, November 8, 2026

Landschaftsschutz – Wie ein Schokoladentaler die Engadiner Seen rettete

Translate

Die Gegend rund um den Silsersee und den Silvaplanersee ist heute Lebensraum für Mensch und Tier, Grundlage für den Tourismus und Teil der regionalen Identität.

Ende des 19. Jahrhunderts war die Engadiner Landschaft Gegenstand verschiedener Projekte und Ideen. Das Wasser der Oberengadiner Seen wurde auch als Wasserreservoir und Energiequelle betrachtet.

Es gab ein Projekt, das vorsah, das Wasser des Silsersees zu kanalisieren, um im Bergell Strom zu erzeugen. Dieses Wasserkraftwerk wäre eine hervorragende Einnahmequelle gewesen für die beiden Gemeinden Sils und Stampa im Bergell.

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 2. Der Verkauf solcher Schokoladentaler brachte genug Mittel ein, damit die Gemeinden Sils und Stampa auf das geplante Wasserkraftwerk verzichteten. Bildquelle: RTR.

    Drei lachende Kinder mit Schokoladentalern in einer Wohngegend.
  • Bild 2 von 2. Das Wasserkraftwerk war eines von mehreren Projekten zur Nutzung des Wassers der Engadiner Seen. Bildquelle: RTR.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Der Eingriff in die Natur wäre schwerwiegend gewesen, und ein grosser Teil der Bevölkerung war sich dessen bewusst. Im Jahr 1944 entstand aus dem Widerstand und dem Kampf für den Schutz der Landschaft der Verein Pro Lej da Segl.

Die Idee des Wasserkraftwerks drang bis nach Bern. 1946 entschied der Bundesrat, dem Engadin zu helfen. Er gab 20 Tonnen Schokolade frei, die damals noch rationiert war. Aus dieser Schokolade wurde der Schokoladentaler hergestellt.

Diese Erfindung von Heimatschutz und Pro Natura brachte genug Geld ein, um der Gemeinde Sils 100'000 Franken und der Gemeinde Stampa 200'000 Franken zu schenken.

So wurde das Wasserkraftprojekt beim Silsersee verhindert:

Im Gegenzug verzichteten die beiden Gemeinden auf das Wasserkraftprojekt. Am 12. November 1946 unterzeichneten sie die Verträge zum Schutz der Natur rund um den Silser- und den Silvaplanersee. Die Vertragsdauer beträgt 99 Jahre. Die Aufsicht über die Verträge hat seither der Verein Pro Lej da Segl.

Die ersten Verträge laufen 2034 aus. Der aktuelle Präsident Duri Bezzola hat jedoch gute Hoffnung, dass die Bevölkerung sich der Bedeutung des Schutzes dieser empfindlichen Landschaft bewusst ist und es positiv sieht, dass der Landschaftsschutz auch nach 2034 weitergeführt wird – allenfalls einfach auf etwas andere Art gestaltet.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.