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Tuesday, November 3, 2026

Behörde in Jerusalem überrascht: Trump verkündet vorzeitiges Ende der US-Militärhilfe für Israel

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Behörde in Jerusalem überraschtTrump verkündet vorzeitiges Ende der US-Militärhilfe für Israel

03.11.2026, 16:29 Uhr

Seit 2019 fließen jährlich fast vier Milliarden Dollar aus Washington nach Israel. Nach Angaben von US-Präsident Trump sollen die Zahlungen nun vor Ablauf des Programms enden. In Jerusalem sorgt die Ankündigung für Unruhe im Finanzministerium.

Die USA beenden nach den Worten von Präsident Donald Trump ein milliardenschweres Zehn-Jahres-Programm zur Unterstützung der Sicherheit Israels zum Jahresende. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sei "einverstanden" mit dem Schritt, um die seit Jahren andauernde "Verschwendung" an Geldern zu unterbinden, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News. Er fügte hinzu: "Wir werden Israel helfen, wenn sie es brauchen."

Auf das Einstellen der Finanzhilfen habe er sich mit Netanjahu schon "vor Monaten" geeinigt, sagte Trump. "Israel ist unsere Nummer eins. Wir geben ihnen mehr Geld als allen anderen, und sie brauchen es nicht mehr." Trump zufolge beinhalten die fast vier Milliarden Dollar pro Jahr "Dinge und Geld". Der republikanische Staatschef fügte hinzu: "Falls sie es wirklich bräuchten, würde ich sagen: Lasst es weiterlaufen."

Netanjahu hatte in Interviews in diesem Jahr bereits angekündigt, er wolle die jährliche US-Militärhilfe innerhalb eines Jahrzehnts vollständig auslaufen lassen. Die Zusammenarbeit mit Washington, insbesondere bei der Raketenabwehr, solle jedoch fortgesetzt werden.

Das Programm war unter Trumps demokratischem Amtsvorgänger Barack Obama ausgehandelt worden und wurde ab 2019 umgesetzt. Vereinbart wurde, dass die Vereinigten Staaten ihrem Verbündeten Israel bis 2028 jedes Jahr 3,8 Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) zukommen lassen.

"Anschlag auf die Sicherheit aller Bürger Israels"

"Unsere Militärhilfe betrachten wir nicht nur als wichtig für den Staat Israel, sondern auch für die Sicherheit der USA", hatte der damalige US-Präsident Barack Obama 2015 bei einem Treffen mit Netanjahu gesagt. Ziel war damals unter anderem gewesen, Handlungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der vom Iran unterstützten schiitischen Hisbollah-Miliz zu stoppen.

Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, das Finanzministerium in Israel sei von der Mitteilung Trumps überrascht worden. Sollte die Hilfe tatsächlich zum Jahresende gestoppt werden, wäre dies zwei Jahre früher als geplant, schrieb das Portal. Das Finanzministerium habe sich offiziell nicht äußern wollen, ranghohe Wirtschaftsvertreter hätten es jedoch als schwerwiegende Entscheidung für die israelische Wirtschaft eingestuft: "Auf zwei Jahre Militärhilfe zu verzichten, bedeutet faktisch acht Milliarden Dollar. Woher sollen wir dieses Geld nehmen? Ganz klar: aus den Steuern der Bürger."

Der linksliberale Oppositionspolitiker Gilad Kariv warf Netanjahu in einem Post auf der Plattform X vor, mit Israels Sicherheit zu handeln wie an einem "feudalen Hof". Man werde in Kürze von Netanjahu verlangen, vor einem Ausschuss des neuen Parlaments zu erscheinen "und sämtliche Einzelheiten seines Deals mit Präsident Trump über die Militärhilfe offenzulegen". Sollte die US-Militärhilfe tatsächlich in Kürze eingestellt werden, ginge damit "ein weiterer schwerer Anschlag auf die Sicherheit aller Bürger Israels auf Netanjahus Konto", schrieb Kariv.

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