«Teile ich nicht gern»: Angelica Moser meldet sich aus Spitalbett

Darum gehts
- Stabhochspringerin Angelica Moser (28) hat sich nach der Saison die rechte Hand operieren lassen.
- Die Zürcherin litt bereits während der Saison unter Schmerzen, kämpfte sich aber zum EM-Titel in Birmingham.
- Laut Moser ist die Operation gut verlaufen und sie erholt sich zu Hause.
Das Bild passt so gar nicht zu einer Athletin, die gerade eine Traumsaison hinter sich hat: Angelica Moser liegt im Spitalbett, die rechte Hand bandagiert. «Nicht die Nachrichten, die ich gerne teile», schreibt die Stabhochspringerin auf Instagram. Wenige Tage nach ihrem letzten Wettkampf musste sich die zweifache Europameisterin operieren lassen.
Der Eingriff ist laut Moser gut verlaufen. Die Operation war nötig, weil sie schon seit längerer Zeit unter Schmerzen in der rechten Hand litt. Entwarnung gibt die Zürcherin gleich selbst: «Alles ist gut verlaufen und ich bin bereits wieder zu Hause, um mich zu erholen.»
Diese Saison verlangte ihr alles ab
Dass Moser jetzt eine Pause braucht, überrascht kaum. Hinter ihr liegt eine Saison, die sportlich kaum besser, körperlich aber kaum härter hätte sein können.
Im März kämpfte sie zunächst mit einer hartnäckigen Fussverletzung. Kurz vor der Hallen-WM kam auch noch eine Oberschenkelverletzung dazu. Trotzdem flog Moser in Torun zu Bronze.
Und dann ging es erst richtig los.
In der Diamond League sprang Moser von Podest zu Podest. Sie stand bei allen sieben Starts auf dem Podium. Selbst einen heftigen Schreckmoment in Paris steckte sie weg: Beim Versuch über 4,90 Meter verlor sie beim Absprung den Griff am Stab. Sie landete zwar sicher auf der Matte, zog sich dabei aber eine mittelgradige Bänderverletzung am Fuss zu.
Trotzdem wieder Europameisterin
Nur zwei Wochen später stand Moser schon wieder im Wettkampf. Als wäre nichts gewesen. Der Lohn für diesen unglaublichen Kampfgeist folgte Mitte August: In Birmingham verteidigte die Zürcherin ihren EM-Titel erfolgreich und krönte sich erneut zur Europameisterin.
Auch beim Saisonfinale in Budapest bewies Moser noch einmal, wie hartnäckig sie ist. Trotz der Schmerzen in der rechten Hand übersprang sie 4,85 Meter und holte bei der Ultimate Championship Bronze. Es war bereits ihr dritter Sprung über diese Höhe in ihrer Karriere.
Nun aber ist Schluss.
Nach einer Saison zwischen Gold, Bronze, Schmerzen und Comebacks muss der Körper aufholen, was die 28-Jährige ihm monatelang abverlangt hat. Diesmal geht es für Angelica Moser nicht um die nächste Höhe, sondern darum, wieder schmerzfrei zu werden.
Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.
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