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Thursday, September 17, 2026

Comeback des Comedy-Duos – Funktioniert der Humor der Schmirinskis heute noch?

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Es wirkt spontan, ist aber genau einstudiert. «Wenn das Timing nicht kommt, dann ist es eben nicht gut», sagt Stephan Schmidlin über das Zusammenspiel mit René Rindlisbacher. Die Stichworte müssen sitzen. Nur so bleibt Raum für Improvisation.

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  • Bild 1 von 3. Die Schmirinskis: René Rindlisbacher und Stefan Schmidlin anlässlich der Prix-Walo-Verleihung 1998 in Glattbrugg. Bildquelle: Keystone / Christoph Ruckstuhl.

    Zwei lächelnde Männer halten einen Pokal, im Hintergrund eine Bühnenbeleuchtung.
  • Bild 2 von 3. René Rindlisbacher und Stephan Schmidlin alias Schmirinskis füllten als Komikerduo ganze Hallen, als ihnen SRF 1995 eine eigene Samstagabend-Sendung anbot. Mit «Top of Switzerland» waren René und Schmidi sechs Jahre lang erfolgreich auf Sendung. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 3. 2001 kam die Trennung. Das Duo verabschiedete sich von der Bühne und dem TV. Hier eine Szene aus der letzten «Top of Switzerland»-Folge. Bildquelle: Keystone / Peter Schneider.

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Dieses Pingpong prägte die Komik der Schmirinskis bereits vor Jahrzehnten. Nun müssen sich die beiden wieder einspielen: Nach 25 Jahren stehen Rindlisbacher und Schmidlin für drei Jubiläumsshows gemeinsam auf der Bühne.

Einfach – und erfolgreich

Begonnen hatte alles 1986 bei einem Anlass des Turnvereins. Ohne Schauspielausbildung entwickelten der Maurer Rindlisbacher und Schreiner Schmidlin eigene Figuren und Nummern. Sie kombinierten körperliche Elemente mit ihrem Zusammenspiel und einer Rollenverteilung, die von Nummer zu Nummer wechseln konnte.

In den 1990er-Jahren schauten zeitweise fast eineinhalb Millionen Menschen ihre Fernsehsendung. Sie nahmen sich dabei immer gegenseitig auf die Schippe, sagt Rindlisbacher: «auf eine liebenswürdige Art».

Politische Botschaften wollten die Schmirinskis mit ihrer Comedy nicht vermitteln. Vereinzelt seien zwar versteckte politische Aussagen eingeflossen, sagt Schmidlin. Ihr Ziel sei aber die Unterhaltung gewesen. Die Menschen sollten nach der Vorstellung sagen können: Wir haben gelacht.

Wir haben keine dummen Texte, sondern einfache.

Ihr Humor kam nicht bei allen an. Im Gespräch erinnern sich die beiden auch an Verrisse in der Presse. «Das hat wehgetan», sagt Schmidlin über eine Kritik aus ihrer Anfangszeit. Rückblickend sieht er in einem anderen Vorwurf aber auch einen wahren Kern: Die beiden hätten keine Schauspielschule besucht, sondern «einfach gespielt und gespielt». So hätten sie etwas Eigenes entwickelt.

25 Jahre später kehrt ein Teil der früheren Figuren zurück. Auch ihre alten Texte haben Rindlisbacher und Schmidlin nochmals gelesen. Anpassen müssten sie diese nicht, finden die beiden. «Wir haben keine dummen Texte, sondern einfache», sagt Rindlisbacher.

Schmidlin ist überzeugt, dass ihre Figuren auch heute noch funktionieren. Sollte etwas nicht mehr passen, könne man es weglassen – oder sich selbst darüber lustig machen.

Bei der Form lässt Rindlisbacher die Frage offener. Ob ihr Humor und dessen Geschwindigkeit noch in die heutige Zeit passen, darüber könne man diskutieren. Die Schmirinskis seien kein Stand-up-Duo. Ihr Zusammenspiel lebe auch von den «feinen Sachen» und die, findet er, «passen immer».

Dass alte Figuren noch in Erinnerung sind, erleben beide bei Begegnungen mit ihrem Publikum. Ein 80-jähriger Mann habe ihn kürzlich gebeten, unbedingt wieder den Polizisten zu spielen, erzählt Rindlisbacher. Schmidlin wiederum berichtet von einem jungen Fan, der frühere Schmirinski-Nummern kennt. «Da habe ich gedacht: Woher kennt der das?»

Wir sind selber gespannt, wie es wirklich kommt.

Ob die alten Nummern beim heutigen Publikum ankommen, zeigt sich nun auf der Bühne. Erstmals in ihrer Karriere spielen die Schmirinskis vor den Jubiläumsshows Probevorstellungen. «Wir sind selber gespannt, wie es wirklich kommt», sagt Schmidlin. Er sei aber überzeugt, dass es funktioniere.

Als dauerhaftes Comeback bezeichnen die beiden ihre Rückkehr nicht. Geplant sind zunächst drei Jubiläumsshows. Weitere Auftritte im kommenden Jahr schliessen sie nicht aus.

Wie funktioniert Humor?

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Was Menschen lustig finden, ist individuell. Eine Rolle spielt dabei auch das Umfeld, in dem sie aufwachsen und sozialisiert werden.

Ein Erklärungsansatz ist die sogenannte Inkongruenz: Eine Pointe führt zunächst in eine bestimmte Richtung, bevor eine überraschende Wendung folgt. Das Gehirn erkennt die Unstimmigkeit und löst sie auf. Auch der Aufbau und das Auflösen von Spannung können dazu beitragen, dass etwas als lustig empfunden wird.

Ob Humor ankommt, hängt aber nicht nur vom Aufbau eines Witzes ab. Die Humorforscherin Andrea Samson betont auch die Bedeutung des Kontexts und der Menschen, die miteinander lachen.

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