– 12 Butterzöpfe im Test – Discounter flop, Bäckerei-Kette top

Kassensturz-Degustation 12 Butterzöpfe im Test – Discounter flop, Bäckerei-Kette top
Zwölf Butterzöpfe im Expertenurteil: Discounter patzen, eine Bäckerei-Kette triumphiert.
15.09.2026, 20:30
Goldbraune Kruste, feiner Butterduft: Der Butterzopf gehört für viele zum Frühstück am Sonntagstisch. Doch wie gut sind die beliebten Zöpfe aus Detailhandel und aus Bäckereien wirklich? «Kassensturz» hat zwölf der meistverkauften Zöpfe bewerten lassen.
So haben die Butterzöpfe abgeschnitten
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Bild 1 von 12. Bildquelle: SRF.
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Die Zöpfe werden sorgfältig aufgeschnitten, immer in der Brotmitte, damit möglichst alle Scheiben gleichmässig sind.Entscheidend ist die Intensität des Aromas, ob Butter- und Milchnoten angemessen zur Geltung kommen und ob die Struktur überzeugt.
Eine hochkarätige Fachjury hat die Zöpfe in der Conditorei Vollenweider in Winterthur degustiert: Die goldprämierten Butterzopf-Bäcker Roger Mohn und Lotti Honegger-Scharrenberg, Richemont-Fachspezialistin Vera Stocker, Koch- und Rezeptautorin Jeanine Bieri sowie Gabi Meier, die erste Brot-Sommelière der Schweiz.
Unter der Leitung von Sensoriker Patrick Zbinden bewerteten die Expertinnen und Experten Aussehen, Duft, Textur sowie vor allem Aroma und Geschmack: Schmeckt er intensiv oder eher flach? Oder hat er gar einen Fehler?
Zwei Produkte bestehen die Degustation nicht
Der Panetteria-Butterzopf von Aldi ist mit der Note 3,8 «ungenügend». «Er schmeckt nach Bier», sagt Butterzopf-Bäcker Roger Mohn. Zudem fehlten die typischen rahmigen und buttrigen Aromen.
Aldi Suisse schreibt zum Resultat, der Zopf sei sehr beliebt und habe in internen Tests stets überzeugt. Die Resultate würden nun mit den Lieferanten besprochen.
Auch Denner enttäuscht mit der Gesamtnote 3,9. «Je länger man darauf kaut, desto säuerlicher schmeckt er», urteilt Lotti Honegger-Scharrenberg. Denner zeigt sich von den Resultaten überrascht und schreibt, dass mögliche Abweichungen auf Lagerfehler beim Testprodukt zurückzuführen seien. Man würde dies überprüfen.
Breites Mittelfeld
Im breiten Mittelfeld liegen die meisten Zöpfe nahe beieinander. Überraschend: Auch einige Bäckereien schaffen nur eine «genügende» Bewertung. Der teuerste Zopf im Test von Bio-Beck Lehmann erhält ebenso die Note 4,4 wie der Bio-Butterzopf von Migros.
Etwas besser schneidet Steiner-Beck ab. «Optimal ist, wenn Salz und Süsse harmonisch aufeinander abgestimmt sind», erklärt Sensoriker Patrick Zbinden. Dieser Punkt ist beim Steiner-Zopf erfüllt.
Beim Butterzopf von Lidl kritisiert die Jury die bröselige Kruste. Im Geschmack sind deutliche Milch-, aber kaum Butter-Aromen spürbar.
Die feinsten Zöpfe: Sutter-Begg, Coop bio und Sprüngli
Auf dem Podest landen Sprüngli (optisch gelungen, mit Milch- und Hefearomen) und der Bio-Butterzopf von Coop mit der Note 4,8. Sprüngli ist optisch gelungen, mit Milch- und Hefearomen, beim Coop-Zopf lobt die Jury die intensiven Aromen: butterig, milchig und hefig.
Den Testsieg holt sich Sutter-Begg aus Basel. Der «Angge-Zopf» brilliert mit seinen Aromen und holt sich mit der Note 5,1 das beste Ergebnis. «Man erkennt sofort, dass er von einem Beck gemacht wurde», sagt Lotti Honegger-Scharrenberg. Gabi Meier fasst das Jury-Urteil zusammen: «Er ist einfach perfekt.»
«Kassensturz» ist an Ihrer Meinung interessiert
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Der Test zeigt: Ein guter Butterzopf lebt von sorgfältigem Handwerk. Für viele ist er aber noch mehr. «Wenn jemand aus der Familie einen Zopf backt, ist das eine wunderschöne Geste der Wertschätzung», so Brot-Sommelière Gabi Meier.
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