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Monday, November 2, 2026

Porno-Attacke trifft Werbetafeln in mehreren Ländern

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Peinliche Panne

Porno-Attacke trifft Werbetafeln in mehreren Ländern

Pornos statt Werbung: In mehreren Ländern wurden öffentliche LED-Screens gekapert. Eine Hackergruppe reklamiert die Aktion für sich, die Ermittlungen laufen.

Publiziert: 13:16 Uhr

  • Pornos liefen auf Werbebildschirmen in Ägypten, Malaysia und Brasilien
  • Hacker wollen Tausende offen zugängliche Systeme gefunden haben
  • Im Jahr 2021 lief auch in Zürich ein Porno auf einer offiziellen Infotafel

Tobias BolzernRedaktor Digital

«Was für ein Chaos», sagt ein Mann in einem wackeligen Handyvideo aus Campo Maior, einer Kleinstadt im Nordosten Brasiliens. Er zeigt eine Werbetafel, die statt Anzeigen gerade einen Porno zeigt. Danach schwenkt seine Kamera zu einem Mann ohne Kleider. «Und hier gibt es noch einen Nackten», kommentiert der Filmer laut dem Newsportal g1.globo.com.

Es ist Donnerstag, 29. Oktober. Und Campo Maior ist kein Einzelfall. In der Millionenstadt Gizeh halten Autofahrer auf einer der meistbefahrenen Schnellstrassen Ägyptens an. Sie zücken ihr Handy und filmen eine gigantische Werbetafel über der Strasse. Denn auch da hat jemand das Programm gewechselt. Szenenwechsel: Im malaysischen Bezirk Kluang mit rund 320'000 Einwohner, zeigen ebenfalls mehrere offizielle LED-Screens anstössige Fotos und Videos.

Porno-Attacke: Ermittlungen laufen

Danach läuft vielerorts das gleiche Ritual ab: Bildschirme aus, Entschuldigung, Anzeige. In Kluang werden gleich alle LED-Bildschirme abgestellt. Die brasilianische Betreiberfirma zeigt die unbekannten Täter an. In Gizeh kappen die Behörden gleich die Anzeigetafeln entlang der betroffenen Strasse. Das ägyptische Innenministerium spricht in einem Statement von einem Cyberangriff auf einen internationalen Konzern, der für die Screens die Werbung liefert. Die Pornos seien gleichzeitig in mehreren Ländern gelaufen.

Auf dem Messenger-Dienst Telegram brüstet sich eine Hackergruppe mit der Aktion. Blick nennt ihren Namen nicht. Ein Vertreter der Gruppe erzählte dem «Cairo Report», man habe eine Lücke ausgenutzt, die Inhalte an LED-Bildschirme schickt. Nur eine kurze Suche habe Tausende offen zugängliche Systeme ausgespuckt, angeblich auch im Irak und in China. Unabhängig bestätigt ist das für diese beiden Länder nicht. «Es war nicht so komplex, wie viele vielleicht denken», erklärt der Vertreter gegenüber der Zeitung. Auf Telegram schreibt die Gruppe: Jeder mit «zwei Hirnzellen» könne die LED-Bildschirme übernehmen. Spenden oder Lösegeld wolle man keine. Es gehe darum, den Pfusch vorzuführen, schreiben sie.

Pornos in Zürich

Auch hierzulande gab es bereits mehrfach Pornos im öffentlichen Raum zu sehen. So etwa im Februar 2021, als auf einer Anzeigetafel am Zürcher Stauffacher statt Infos zur Stadt plötzlich Pornhub lief. Jemand müsse das Gerät direkt vor Ort manipuliert haben, vermutete die Betreiberin Clear Channel damals.

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