Saudi-Arabien erwägt Fusion von Electronic Arts und Savvy Games
Der saudische Staatsfonds PIF erwägt eine Fusion von Electronic Arts mit der eigenen Spieleholding Savvy Games Group, berichtet Bloomberg. Ein Zusammenschluss würde Spielereihen wie „EA FC“, „Battlefield“ und „Die Sims“ mit Mobile-Erfolgen wie „Pokémon Go“ und „Monopoly Go!“ in einem Unternehmen bündeln.
Führungskräfte des Fonds arbeiten an Plänen für eines der größten Spieleunternehmen der Welt, um die eigenen Beteiligungen besser aufeinander abzustimmen, schreibt Bloomberg mit Bezug auf anonyme Quellen. Entschieden sei aber nichts. Zu einem Zusammenschluss dürfte es demnach frühestens kommen, wenn Savvy den im März vereinbarten Kauf des chinesischen Mobile-Entwicklers Moonton für 6 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat. Der saudische Staatsfonds und Electronic Arts wollten sich gegenüber Bloomberg nicht äußern.
Vehikel für weitere Zukäufe
Die Savvy Games Group baut seit 2021 ein eigenes Spieleimperium auf und hat dafür 38 Milliarden US-Dollar vom PIF zugewiesen bekommen. Savvy hat 2023 den Mobile-Publisher Scopely für 4,9 Milliarden US-Dollar übernommen, Scopely wiederum kaufte 2025 das Spielegeschäft von Niantic für 3,5 Milliarden US-Dollar. Damit gehören „Pokémon Go“, „Pikmin Bloom“ und „Monster Hunter Now“ zum Portfolio des saudischen Spieleunternehmens.
Electronic Arts gehört dem PIF erst seit Kurzem: Die 55 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme durch ein Konsortium um den Staatsfonds wurde Anfang August abgeschlossen, seitdem ist der Publisher nicht mehr börsennotiert. Auf den PIF entfallen 93,4 Prozent der Anteile, der Rest ging an mehrere Investment-Firmen.
Im Rahmen der Übernahme hat Electronic Arts Schulden in Höhe von knapp 20 Milliarden US-Dollar aufgenommen, die nun wieder eingespielt werden müssen. Zusätzliche Gewinnmöglichkeiten sieht EA in Werbeplatzierungen und Mikrotransaktionen in Einzelspieler-Modi.
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