Weniger Halte in Deutschland – damit Züge pünktlich bleiben

- Ab Dezember 2026 reduzieren SBB und DB die Zwischenhalte auf dem deutschen Abschnitt zwischen Stuttgart und Singen und bauen zusätzliche Fahrzeitreserven ein.
- Ziel ist die weitere Stabilisierung der seit Längerem verspätungsanfälligen Strecke Zürich–Stuttgart.
- Reisende müssen auf dem Abschnitt Schaffhausen–Stuttgart teilweise elf Minuten mehr Fahrzeit einplanen.
Ab Dezember 2026 fahren die Züge zwischen Stuttgart und Singen mit weniger Zwischenhalten und zusätzlichen Zeitreserven. SBB und DB wollen die oft verspätete Verbindung so weiter stabilisieren. Für Reisende heisst das: Die Fahrt dauert teils länger.
Fahrt kann elf Minuten länger dauern
Die Strecke zwischen Zürich und Stuttgart gilt seit Längerem als Sorgenkind. Seit Dezember 2025 gilt deshalb ein neues Fahrkonzept: Jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt nur noch bis Singen. Von dort verkehrt planmässig ein Anschlusszug nach Zürich. Zudem setzt die SBB ab Schaffhausen einen Ersatzzug ein, wenn die durchgehenden Züge aus Stuttgart zu stark verspätet sind. Laut SBB hat sich die Pünktlichkeit zwischen Schaffhausen und Zürich damit bei rund 80 Prozent stabilisiert.
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Nun folgt der nächste Schritt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden auf dem deutschen Abschnitt weniger Zwischenhalte bedient. Gleichzeitig planen SBB und DB zusätzliche Fahrzeitreserven ein. Die Kehrseite: Die Reisezeit von Schaffhausen nach Stuttgart verlängert sich teilweise um elf Minuten. Das neue Fahrkonzept sei ein weiterer Schritt zur langfristigen Stabilisierung der Strecke, schreibt die SBB. Eine Anfrage bei der SBB, welche Zwischenhalte ausgelassen werden, ist noch hängig.
Bereits 2024 Massnahmen ergriffen
Bereits 2024 griff die SBB zu Massnahmen: Im ersten Quartal stoppte sie verstärkt Züge aus Deutschland an der Grenze. So wollte sie verhindern, dass sich Verspätungen der deutschen ICE-Züge auf das Schweizer Netz übertragen. Auf der Strecke München–Zürich durften damals elf Prozent der Züge nicht weiterfahren, im Vorjahr waren es noch zwei Prozent gewesen.
Auf der Strecke Freiburg–Basel lag die Quote mit 12,4 Prozent sogar noch höher. Das ging aus einer Antwort des deutschen Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel hervor, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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