Politisch brisanter Vorfall: UEFA untersucht den Fußball-Konflikt zwischen Irland und Israel

UEFA untersucht den Fußball-Konflikt zwischen Irland und Israel
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06.10.2026 | 15:39 Uhr
Irland spielt gegen Israel in der Nations League auf neutralem Boden. Bei der Partie soll es einen unschönen Vorfall gegeben haben. Nun greift die UEFA ein. Der vermeintliche Vorfall zur Pause ist ein Symbol für die politisch aufgeheizten Spiele zwischen den beiden Nationen.
Die Nations-League-Partie zwischen Irland und Israel hat ein Nachspiel. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat wegen eines möglichen Fehlverhaltens einen Ethik- und Disziplinarinspektor eingesetzt. Dieser soll mögliche Vorkommnisse untersuchen, nachdem offizielle Berichte einen Vorfall im oder um den Spielertunnel in der Halbzeitpause gemeldet hatten, wie die UEFA bestätigte.
Am Rande der hitzigen Begegnung am vergangenen Sonntag im serbischen Backa Topola soll ein israelischer Spieler einen irischen Offiziellen angespuckt haben. "Ich werde das nicht kommentieren, das ist vermutlich etwas, das sich die Disziplinarkommission anschauen wird", hatte Irlands isländischer Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson auf der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt.
Hallgrimsson will nicht mehr gegen Israel spielen
Die Partie (1:1) zwischen den beiden Nationalmannschaften war politisch brisant, weil es in Irland große Unterstützung für Palästina gibt und Israel wegen des Gaza-Krieges massiv kritisiert wird. Die irischen Spieler waren aus der Heimat dazu aufgefordert worden, die Länderspiele zu boykottieren.
Statt in Dublin wurde die Partie auf neutralem Boden in Serbien ausgetragen, Fans waren nicht zugelassen. Die irischen Spieler verzichteten auf Händeschütteln oder Abklatschen und senkten bei der Nationalhymne Israels den Kopf. Das Hinspiel im ungarischen Debrecen hatte Irland mit 3:0 gewonnen.
Der irische Trainer Hallgrimsson hatte sich nach dem Rückspiel auch zu möglichen weiteren Spielen zwischen beiden Ländern geäußert und dabei von der UEFA ein drastisches Vorgehen eingefordert. Er wünsche sich in Zukunft keine Spiele mehr zwischen den beiden Nationen, hatte er gesagt: "Aber das haben wir nicht zu entscheiden, das ist Sache der UEFA. Ich wünsche keiner Nationalmannschaft, das durchmachen zu müssen, was wir in diesen zwei Wochen erlebt haben. Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen."
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