ESPNWho is on upset alert in Week 9? Connelly breaks down 31 key matchupsInquirerBARMM lawmakers arrive for inaugural session amid tight securityPunchSoldiers kill 48 terrorists, repel Borno, Yobe attacksThe Jerusalem PostParashat Vayera: What a vote cannot decideBollywood HungamaSCOOP: Anirudh exits Shah Rukh Khan’s King due to packed schedule; gifts SRK the theme track as Sachin-Jigar take overDaily MaverickTROLL TRAUMA: SA Olympic triathlete Henri Schoeman opens up on cyberbullying dimming his lightEl ComercioElecciones en Israel: los 5 escenarios para formar gobierno tras comicios sin mayoría absolutaZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioSBS 뉴스[정치사냥꾼] 대통령의 'SNS 정치' 논란…여당서도 자제 촉구?20 MinutenHeftige Attacken: F1-Fahrer kriegt 13’000 MorddrohungenESPN CricinfoPhillips' century, Duffy's four-for topple IndiaGolem.deQuartalszahlen: Audi-Gewinn bricht ein
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, October 30, 2026

Das musst du zum grössten Krypto-Raub aller Zeiten wissen

Translate

Binance gehackt – 6,3 Milliarden Dollar weg

Das musst du zum grössten Krypto-Raub aller Zeiten wissen

Hacker erbeuten bei der Kryptobörse Binance Kryptowährungen im Wert von 6,3 Milliarden Dollar und schicken Kryptokurse auf Talfahrt. Hinter der Attacke werden nordkoreanische Cyberkriminelle vermutet. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mega-Hack.

Publiziert: vor 30 Minuten

  • Hacker haben die Kryptobörse Binance um 6,3 Milliarden Dollar erleichtert
  • Binance verspricht, sämtliche Verluste zu decken
  • Angriff liess die Kryptokurse einbrechen

Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Ein gross angelegter Cyberangriff auf die weltgrösste Kryptobörse Binance versetzt die Finanzwelt gerade in Aufruhr. Die Handelsplattform beziffert den Schaden auf insgesamt 6,3 Milliarden Dollar. Rund 3 Milliarden Dollar davon konnte Binance bisher einfrieren. Sollte sich das Ausmass bestätigen, wäre es der grösste Krypto-Diebstahl aller Zeiten. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

1

Was ist passiert?

Am Donnerstagabend, laut Blockchain-Daten um 21.24 Uhr Schweizer Zeit, starteten Cyberkriminelle einen Angriff auf Binance. Innert kürzester Zeit flossen riesige Mengen an Kryptowährungen aus digitalen Geldbörsen der Plattform ab. Laut dem auf Blockchain-Analysen spezialisierten US-Unternehmen TRM Labs klauten die Hacker innerhalb von 20 Minuten Bitcoin, Ether, Stablecoins und andere Token im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar. Das ist ein neuer Rekord: Beim bisher grössten Kryptodiebstahl auf die in Dubai ansässige Börse Bybit im Februar 2025 erbeuteten Hacker rund 1,5 Milliarden Dollar – also nicht einmal ein Viertel der nun betroffenen Summe.

Externe Inhalte

Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Besonders brisant ist das mutmassliche Einfallstor. Laut ersten Untersuchungen von Binance gelangten die Angreifer über einen kompromittierten Laptop eines IT-Mitarbeiters ins System. So sollen sie Zugriff auf einen internen Dienst erhalten und unberechtigte Auszahlungen ausgelöst haben. Das Unternehmen betont, dass es bislang keine Hinweise auf den Diebstahl privater Wallet-Schlüssel gebe. Heisst: Die Hacker haben die Kryptos direkt von Binance gestohlen und nicht von einem oder mehreren Kunden.

Nach Abfluss der Gelder begann ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Angreifer versuchten, Teile ihrer Beute über dezentrale Handelsplattformen in andere Kryptowährungen umzutauschen, um das Einfrieren der gestohlenen Gelder zu erschweren. Laut TRM Labs befanden sich am frühen Freitagmorgen noch immer Kryptowährungen im Gegenwert von rund 2,4 Milliarden Dollar unter der Kontrolle der Hacker – ausserhalb der Reichweite von Sperrmassnahmen.

2

Was heisst das für User?

Binance hat laut eigenen Angaben weltweit 330 Millionen Kundinnen und Kunden. Welche konkreten Auswirkungen der Mega-Hack auf sie hat, ist aktuell noch nicht vollständig absehbar. Die Kryptobörse verspricht aber, sämtliche Verluste der User zu übernehmen. Dafür sollen sowohl firmeneigene Mittel als auch der sogenannte SAFU-Fonds eingesetzt werden. Die Abkürzung steht für «Secure Asset Fund for Users». Dabei handelt es sich um einen Notfallfonds, den Binance eigens für aussergewöhnliche Sicherheitsvorfälle eingerichtet hat.

Zudem setzte die Plattform sämtliche Ein- und Auszahlungen aus. Heisst: Derzeit können Kunden nicht mit Kryptos handeln. Zahlreiche andere Kryptobörsen haben den Handel ebenfalls gestoppt und verschiedene Coins im Milliardenwert eigefroren. Nach Abschluss der Untersuchungen will Binance gemäss Mitteilung einen detaillierten technischen Bericht zum Vorfall veröffentlichen.

Externe Inhalte

Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

3

Wie reagieren die Märkte?

Bereits vor der offiziellen Bestätigung des Angriffs gerieten die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen unter Druck. Weitestgehend ausgenommen waren die sogenannten Stablecoins, deren Wert an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt ist.

Der Bitcoin verlor zeitweise mehr als drei Prozent und fiel auf rund 76'400 Dollar. Damit erreichte er den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Ether büsste ebenfalls mehr als drei Prozent ein und sank auf rund 2178 Dollar – ein Zweimonatstief. Besonders stark traf es den Binance-eigenen Token BNB: Dieser verlor innerhalb von 24 Stunden rund fünf Prozent und notierte bei knapp 710 Dollar. Zwischenzeitlich waren die Verluste noch grösser.

Der Ausverkauf beschränkte sich aber nicht nur auf den Kryptomarkt. Auch börsennotierte Kryptofirmen stürzten ab: Die Titel der US-Kryptobörse Coinbase verloren im nachbörslichen Handel 4,8 Prozent, jene des Bitcoin-Grossinvestors Strategy fast sechs Prozent.

4

Wer steckt hinter dem Angriff?

Das ist bislang nicht bekannt. TRM Labs geht allerdings mit hoher Sicherheit davon aus, dass die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor hinter der Attacke steckt. Der Angriff weise mehrere Gemeinsamkeiten mit früheren Cyberattacken auf, die Nordkorea zugeschrieben werden. Dazu gehören insbesondere das Vorgehen der Täter und die Art, wie gestohlene Kryptowährungen über verschiedene Blockchain-Netzwerke verschoben werden.

Ein Angriff aus Nordkorea wäre kein Novum: Bereits den milliardenschweren Diebstahl bei Bybit im Februar 2025 schrieb das FBI der Hackergruppe TraderTraitor zu. Krypto-Hacks und andere illegalen Cyber-Attacken gelten als immer wichtiger werdende Einnahmequelle des kommunistischen Staats, um seine angeschlagene Wirtschaft zu stützen und das Atomprogramm zu finanzieren.

Binance arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Spezialisten zusammen, um die Verantwortlichen zu identifizieren und weitere gestohlene Gelder aufzuspüren.

5

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz?

Dass die Hacker auf die Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) gesetzt haben, ist derzeit reine Spekulation. Es gibt dazu noch keine Belege. Jedoch verweisen Experten darauf, dass Hackerangriffe wegen KI zunehmen könnten. Denn KI-Programm können Schwachstellen in IT-Infrastrukturen schneller finden als Menschen. Das macht es für Firmen immer schwieriger Angriffe abzuwehren.

View the original on Blick →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.