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Monday, October 19, 2026

heise+ | 5G, LTE und Starlink: Wann Funk die Glasfaser ersetzen kann – und wann nicht

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Unter Berichten über den Glasfaserausbau findet sich fast immer derselbe Einwand: Der Ausbau zu jedem Einfamilienhaus, in jedes Dorf und zu jedem Bauernhof sei überzogen, weil LTE, 5G und Satelliteninternet wie Starlink die Bedürfnisse der meisten Menschen längst erfüllten. Statt Millionen Haushalte aufwendig mit Glasfaser anzubinden, würde es genügen, flächendeckend 5G-Masten aufzustellen.

Der Gedanke ist nachvollziehbar, denn die Mobilfunknetze in Deutschland haben sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich verbessert. Mit dem LTE-Ausbau in den 2010er-Jahren kam Breitband-Mobilfunk in die Fläche und über 5G erreichen Nutzer an manchen Standorten heute schon nahezu 1 Gbit/s. Da liegt es nahe, den 5G-Ausbau zu intensivieren und darüber die Masse mit Gigabit-Geschwindigkeit zu versorgen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Wer die Funkstandards im Detail betrachtet und nachrechnet, welche Datenraten sie tatsächlich liefern können, stellt fest: Für eine gewisse Anzahl Nutzer taugen Mobilfunk und Satellit zwar als Ersatz oder Überbrückung. Für die Masse der Haushalte führt an der Glasfaser jedoch kein Weg vorbei – und das liegt weniger an den Netzbetreibern als an der Physik.

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