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Monday, October 5, 2026

Deko-Bär und Steinway-Flügel: Luxushotel vertickt sein Inventar

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  • Das Fünfsternehotel The Alpina Gstaad verkauft vor einem Umbau rund 1000 Einrichtungsstücke.
  • Kommenden Samstag können Interessierte in Gstaad BE Luxusmöbel zu Fixpreisen erwerben – darunter einen Steinway-Flügel und eine rund zwei Meter grosse Bärenfigur.
  • Liquidator Jürg Hoss rechnet mit 1000 Besuchern und erwartet, dass rund 80 Prozent der Ware verkauft werden.

Neben einer riesigen Bärenfigur und einem Steinway-Flügel werden kommenden Samstag unzählige Möbel verkauft. Die Einrichtung des Fünfsternehotels The Alpina Gstaad wird verkauft. «Das Hotel stattet die Zimmer, die Lounge, das Restaurant und weitere Bereiche neu aus», sagt Jürg Hoss. Für den Liquidator ist das nichts Ungewöhnliches.

«Wenn man so viel für eine Übernachtung zahlt, muss die Ausstattung auch eine entsprechende Qualität haben.» In gewissen Hotels erhalte er alle drei bis vier Jahre den Auftrag, die Möbel zu verkaufen. Nebst dem Bären und dem Flügel werden auch exklusive Loungemöbel, Fauteuils, Hocker, Schreibtische und Balkonausstattungen verkauft. Die Stücke stammen aus den Zimmern, dem Restaurant und der Lounge.

«Der Zustand der Möbel ist unglaublich»

Hoss führt das Liquidationsgeschäft in Zollikon ZH in zweiter Generation. Seit 50 Jahren ist er in diesem Business tätig und hat viel Erfahrung. Hoss schätzt, dass rund 1000 Möbelstücke feilgeboten werden. «Bei uns ist es nicht eine Versteigerung, es gibt einen Fixpreis, und der Erste, der sagt, er möchte ein Stück, der hat es auch. Wenn natürlich jemand 20 Stühle kaufen möchte, gibt es dann schon einen Mengenrabatt, sonst ist der Preis fix.»

«Der Zustand der Möbel ist unglaublich gut. Teilweise sind sogar neue Stücke darunter.» Er prüft jedes Möbelstück und beurteilt dessen Qualität. Danach setzt er aufgrund seiner Erfahrung den Preis fest. Bei der Ware handelt es sich um exklusive Möbel, teilweise von Schweizer Firmen. «Die Preise sind schon fast ein Schnäppchen. Ich möchte keine Ausstellung machen, sondern die Möbel verkaufen. Die Gartenstühle haben neu zum Beispiel rund 1500 Franken gekostet. Jetzt gehen sie für rund 250 Franken in den Verkauf.»

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Preis des Steinway-Flügels noch nicht festgelegt

Zu den spektakulärsten Verkaufsobjekten zählt zweifellos ein Flügel der Marke Steinway. Den Verkaufspreis habe Hoss, wie bei zahlreichen anderen Stücken, noch nicht festgelegt. Neben dem Flügel wird auch eine rund zwei Meter lange und 1,5 Meter hohe Bärenfigur verkauft. «Dieser ist natürlich nicht echt, sondern eine Figur aus Fiberglas und Kunstpelz», sagt Hoss.

Das sei für ihn aber nicht das Highlight. «Mein Lieblingsobjekt ist der runde Tisch mit Marmorplatte und Holzbeinen. Wenn man einen Weinkeller hätte, würde er perfekt hineinpassen.» Hoss betont jedoch, dass weder er noch Mitarbeitende seiner Firma Möbel oder andere Stücke kaufen. «Das ist nicht für uns gedacht, sondern für unsere Kundinnen und Kunden.»

Das persönliche Highlight von Hoss ist ein runder Tisch mit Marmorplatte und Holzbeinen, den er sich gut in einem Weinkeller vorstellen kann.

Das persönliche Highlight von Hoss ist ein runder Tisch mit Marmorplatte und Holzbeinen, den er sich gut in einem Weinkeller vorstellen kann.hossliquidator.ch

Rund 80 Prozent werden verkauft

«Im Durchschnitt rechnen wir damit, dass rund 80 Prozent verkauft werden», sagt Hoss. Bei diesem Verkauf herrsche grosser Zeitdruck. Das Zelt, in dem die Möbel und anderen Stücke lagern, müsse rasch leer sein. Deshalb habe man eine Lieferfirma organisiert, die schwere Sofas und Tische verladen könne. Hoss macht sich jedoch keine Sorgen, dass Ware übrig bleibt. «Ich habe schon viel mehr verkauft, und fast alles ging weg.»

Bei früheren Verkäufen seien über vier Tage hinweg rund 2000 Besucher gekommen. «Die meisten sind Privatpersonen, andere Hotelbesitzer oder Gastronomen. Manche kommen aber auch nur aus Neugier – und kaufen dann doch etwas», sagt Hoss schmunzelnd. Auch bei diesem Verkauf rechnet Hoss mit über 1000 Besuchern.

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Maurin Vonplon

Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.

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