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Wednesday, October 7, 2026

Früherer BND-Präsident Hanning muss in Untersuchungshaft

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August Hanning (Archivbild: 01.10.2015)

Eilmeldung

Stand: 07.10.2026 • 13:59 Uhr

Der ehemalige BND-Chef Hanning muss in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl in Vollzug gesetzt, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Hanning steht unter Spionageverdacht.

Einen Tag nach seiner Festnahme ist der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof setzte den Haftbefehl in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte.

Der 80-Jährige steht unter Verdacht, von seinem früheren Büroleiter geheime BND-Erkenntnisse gekauft und teils weitergegeben zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor.

Weitergabe an ausländischen Dienst?

In einem Fall soll Hanning geheime Informationen genutzt haben, um für den Mitarbeiter eines fremden nachrichtendienstlichen Sicherheitsapparates eine Analyse zu erstellen. "Ob das Produkt den Adressaten erreichte, ließ sich bislang nicht feststellen", erklärte die Bundesanwaltschaft. Um welches Land es geht, blieb offen.

Hannings früherer Büroleiter beim BND, Manfred D., sitzt schon wegen Beihilfe zum versuchten Landesverrat und zur landesverräterischen Ausspähung in U-Haft.

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