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Tuesday, September 15, 2026

Volvo: Plug-in-Hybride mit bis zu 200 km E-Reichweite

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Vermutlich tritt man selbst bei Volvo niemandem allzu nahe, wenn man feststellt, dass die aktuellen Auflagen XC60 und XC90 ein weit überdurchschnittliches Alter erreicht haben. Auch wenn beide SUV-Modelle immer mal wieder aktualisiert wurden: Der zweite XC90 ist in dieser Grundform seit 2015 im Handel, der XC60 seit 2017. Ein Ende steht trotzdem nicht unmittelbar bevor. Stattdessen werden beide nochmals überarbeitet. Im Fokus stehen die Plug-in-Hybride, die mit einer erheblich größeren Batterie eine E-Reichweite schaffen, die ziemlich konkurrenzlos ist.

Bislang hatten die Plug-in-Hybride in allen Ausführungen eine Traktionsbatterie mit 14,9 kWh netto, die sich nur einphasig an Wechselstrom nachladen lassen. Es ist vor diesem Hintergrund schon bemerkenswert, dass die meisten XC60, die im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft wurden, einen Plug-in-Hybrid eingebaut hatten. Die steuerliche Bevorzugung der privaten Nutzung von Firmenwagen dürfte ein Treiber gewesen sein, die Tatsache, dass es seit vielen Jahren keinen Diesel mehr gibt, ein weiterer.

Dem Bestseller XC60 droht allerdings inzwischen intern harte Konkurrenz durch den batterieelektrischen EX60. Doch Volvo will es den Kunden nicht zu leicht machen und bessert die Plug-in-Hybride auf. Die Batterie hat nun 41 kWh brutto, von denen sich 37,9 kWh nutzen lassen. An Wechselstrom kann dreiphasig mit bis zu 11 kW geladen werden, also erheblich schneller als bisher.

Anders als einige Konkurrenten verzichtet Volvo allerdings auf die Möglichkeit, die Batterie auch an Gleichstrom laden zu können. Auf Nachfrage sagt Volvo, das entspreche nicht dem typischen Nutzungsszenario eines PHEV-Fahrers. Aus meiner Sicht ist das eine vertane Chance, denn so stehen diese SUV mindestens vier Stunden an der Ladesäule, um die Batterie einmal komplett zu befüllen. Nebenbei eine nennenswerte E-Reichweite beispielsweise beim Wocheneinkauf einzusammeln: Das klappt hier nicht.

Im WLTP verspricht Volvo eine Reichweite zwischen 189 und 200 km (XC60) oder 163 km (XC90). Auch wenn das in der Praxis etwas weniger sein dürfte: Damit sollten sich im Alltag tatsächlich viele Strecken elektrisch zurücklegen lassen. Angesichts dessen, was der elektrische EX60 bei Reichweite und Ladeleistung auffährt, muss allerdings das Profil ganz besondere Merkmale aufweisen, um dem Plug-in-Hybrid den Vorzug zu geben. Billiger ist er jedenfalls nicht – weder beim Kauf noch im Unterhalt.

Mit der Modellpflege wurde nicht nur die Batterie vergrößert, sondern auch der Antrieb überarbeitet. Der E-Motor leistet jetzt 130 statt 115 kW. Die Systemleistung wird im XC60 über den Verbrenner skaliert. Im XC60 T6 Long Range leistet der Vierzylinder 130 kW, die kombinierte Leistung liegt bei 262 kW. Die stärkere Ausführung ist im XC60 optional, im XC90 alternativlos. Der Zweiliter-Benziner leistet 184 kW, die Systemleistung gibt Volvo mit 339 kW an, was mehr als die Summe beider Antriebe wäre. Eine Nachfrage dazu ist raus, wir reichen die Antwort als Update nach.

Nicht zimperlich ist Volvo bei der Kalkulation seiner Plug-in-Hybride, was diesen vor dem Hintergrund einer wachsenden Konkurrenz eine schwere Hypothek mit auf den Weg gibt. Schon das am wenigsten teure Modell, der XC60 T6 Long Range Core, kostet 69.990 Euro. Ausstattungsbereinigt liegt der Aufpreis für das Modell T8 mit stärkerem Verbrenner bei 3000 Euro, wobei Volvo hier die Basisversion Core erst gar nicht anbietet. Für den XC90 PHEV stellt Volvo mindestens 90.990 Euro in Rechnung, die Spitzenversion knackt gar die Marke von 100.000 Euro. In beiden Fällen bekommt der Interessent auch bei Volvo für diese Summen batterieelektrische SUV-Modelle, die die aufgefrischten PHEV-Modelle hinsichtlich Antriebskomfort und Umweltbelastung deklassieren.

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