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Saturday, October 17, 2026

Ungeheuerliche Vorwürfe: Ex-Eintracht-Trainer Riera dreht wieder komplett frei

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107 Tage reichen Albert Riera, um in der Bundesliga verbrannte Erde zu hinterlassen. Auch auf seiner nächsten Station sorgt der Trainer für Ärger. Im Mittelpunkt einer Tirade steht ein deutscher Schiedsrichter - und eine ungeheuerliche Anschuldigung.

Albert Riera braucht nur wenige Monate, um bei Eintracht Frankfurt verbrannte Erde zu hinterlassen. Der Spanier kommt Anfang des Jahres zu den Hessen, schon vor Saisonende muss er wieder gehen. Riera verscherzt es sich mit den Spielern, in seinem letzten Heimspiel wird er von den Fans verhöhnt. Nach seinem Abschied schickt er noch vergiftete Grüße in die Bundesliga. Nun sorgt der Trainer mal wieder mit großen Worten für Ärger: Sein neuer Klub Roter Stern Belgrad sei im Europapokal Opfer einer Verschwörung geworden, unterstellt der 44-jährige Ex-Profi.

"Vielleicht möchte die UEFA uns nicht in Europa haben? Dann sollen sie aber sagen, warum", wütete Riera nach dem 2:3 seines Teams in der Conference League beim FC Lugano. Seinen Klub forderte er auf, "zu untersuchen, was mit uns passiert".

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Auslöser der Attacke war ein Pfiff des deutschen Schiedsrichters Florian Badstübner, der kurz vor Schluss beim Stand von 2:2 auf Strafstoß für die Hausherren entschied. Aus der Entscheidung resultierte der Siegtreffer. Er wolle "Lugano nicht gratulieren", erklärte Riera vor Reportern und fügte hinzu: "Ich werde versuchen, ruhig zu bleiben, denn meine Mannschaft braucht mich. Sonst wird mich die UEFA sperren."

"Lächerlicher Elfmeter"

Die Europa-League-Qualifikation hatte Roter Stern durch ein 1:5 im Rückspiel gegen Viktoria Pilsen nach einem 3:0-Hinspielsieg noch verpasst. Die Tschechen profitierten von zwei Elfmetern. "Wir sind aus der Europa League wegen Elfmetern ausgeschieden, wie jeder gesehen hat. Auch heute gab es in der letzten Minute wieder einen lächerlichen Elfmeter", schimpfte Riera. "Es gab nur eine Mannschaft auf dem Platz. In bestimmten Phasen haben wir eine Meisterleistung gezeigt."

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Die Zahlen allerdings widerlegen den Spanier: Der xGoals-Wert der Schweizer war deutlich höher als der der Gäste (2,29 zu 1,23), die Anzahl der Torschüsse war nahezu ausgeglichen (18 zu 20). Entsprechend konterte Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti die Ausfälle seines Gegenübers scharf: "Er sollte sich die zweite Halbzeit ansehen. Ich werde dazu nichts sagen, denn das ist seine Sicht der Dinge. Meine ist völlig anders. Meine Mannschaft wusste bis zum Schluss, was zu tun war. Das ist seine Idee. Sie sind stärker als wir, sie haben mehr Qualität, während wir warten und leiden mussten. Der Plan war perfekt. Wer von Glück spricht, missachtet meine Spieler."

Während Roter Stern in Serbien auf den Meistertitel zusteuert, läuft es international mehr als bescheiden: Nach dem Verpassen von Champions League und Europa League misslang in Lugano also auch der Auftakt in der Conference League.

"Nada de gracias, Alberto"

In Frankfurt, wo Riera die Mannschaft im Januar von Dino Toppmöller mit dem klaren Auftrag übernommen hatte, das internationale Geschäft zu sichern und daran deutlich scheiterte, hatten sie den Spanier mit harten Worten vom Hofe gejagt: "Nada de gracias, Alberto" (Danke für nichts, Alberto) verkündeteten die Fans im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2) auf einem Plakat.

Zuvor hatte Rieras Privatfehde mit Stürmer Jonathan Burkardt für Aufsehen gesorgt: Zunächst hatte der Trainer seinen Spieler wegen angeblich mangelnder Körperwerte von einem seiner Co-Trainer kritisieren lassen. Daraufhin kam es zum Eklat, als der Spanier einen "Bild"-Journalisten, der über den Vorfall berichtet hatte, beschimpfte. Burkardt wiederum rief Riera nach einem Treffer im Spiel gegen Borussia Dortmund (2:3) ein "Puta madre!" (etwa: Hurensohn) zu - was der Trainer mit einer Geldstrafe sanktionierte.

Später legte Riera sich mit Eintrachts Vorstandschef Axel Hellmann an: "Ich werde deinen Namen nicht nennen", schrieb der Spanier in einer Story bei Instagram, "denn du bist ein Niemand, unbekannt und hast nichts getan. Ich weiß immer noch nicht, warum dir der Verein Geld bezahlt."

Hellmann hatte in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter anderem gesagt, dass Riera nicht bereit gewesen sei, "sich mit der Bundesliga, diesem Klub und dem ganzen Umfeld auseinanderzusetzen".

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