Chef des weltweit größten Chipherstellers Nvidia wirbt in Deutschland für KI - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Die Bundesregierung und der weltgrößte Chipkonzern Nvidia haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart, um die industrielle Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland massiv voranzutreiben. Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung von Nvidia-Chef Jensen Huang gute Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Unternehmen verfügten über ausgezeichnetes Fachwissen und einen wertvollen industriellen Datenschatz, sagte Huang bei der Konferenz "Invest in Germany" am Montag in Berlin.
KI in Deutschland - Chance oder Albtraum?
Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich bei der Podiumsdiskussion mit Huang ähnlich. Er appellierte an den deutschen Mittelstand, KI zu nutzen. Durch die Kombination bereits vorhandener Unternehmensdaten und neuer Technologien könne Deutschland zur führenden Nation im Bereich industrieller KI werden .
VW plant Einfrieren der Gehälter bis 2030
VW-Beschäftigten drohen nach Darstellung der Industriegewerkschaft Metall jahrelange Nullrunden beim Gehalt. Es gebe Pläne, die Gehälter der weltweit mehr als 660.000 Beschäftigten bis 2030 einzufrieren, schreibt die IG Metall in einer Mitteilung auf ihrer Website. Der VW-Konzern breche damit mit der bisherigen Praxis, stets einen Inflationsausgleich zu leisten und tarifliche Lohnerhöhungen einzukalkulieren, kritisierte die IG Metall.

Volkswagen wollte die Angaben der Gewerkschaft nicht kommentieren. Im Volkswagen-Konzern beginnen voraussichtlich Ende November die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag.
Spannungen zwischen Trump und Selenskyj verschärfen sich weiter
US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine fehlende Gegenleistungen für die Unterstützung der USA vorgeworfen. "Wir haben der Ukraine viel gegeben - sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht", sagte er in Washington. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft den USA Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen vor. Demnach genehmige Verteidigungsminister Pete Hegseth die Lieferung von Patriot- und weiteren Luftabwehr-Raketen nicht, obwohl NATO-Staaten diese bereits bezahlt hätten. Dies sei "unter Freunden schwer zu erklären", sagt Selenskyj bei einem Treffen mit einer US-Kongressdelegation.

Unterdessen hat sich Trump offen für einen Dreiergipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. Vereinbart sei das Treffen aber noch nicht. Nach Trumps Angaben würden bei einem solchen Gipfel Atomwaffen und die Denuklearisierung im Mittelpunkt stehen, der Ukraine-Krieg könne aber auch zur Sprache kommen.
Deutschtests für Zuwanderer sollen verschärft werden
Ein Ministeriumssprecher in Berlin hat einen Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigt, wonach es vermehrt Betrugsfälle bei Deutschtests für Zuwanderer gibt. Aus diesem Grund will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Prüfungsregeln verschärfen. Die strengere Neuregelung solle ab November in Deutschland gelten, heißt es aus dem Ministerium.

Offenbar hatten sich Prüflinge die richtigen Lösungen illegal im Internet besorgt und den Teil des Tests einfach ausgelassen, bei dem der Betrug aufgeflogen wäre. In wie vielen Fällen Menschen bei den Prüfungen betrogen haben, konnte der Ministeriumssprecher nicht angeben. Im vergangenen Jahr haben insgesamt mehr als 300.000 Zuwanderer den Deutschtest absolviert.
Mongolischer Staatschef kommt zu Dschingis-Khan-Ausstellung nach Berlin
Der Präsident der Mongolei, Ukhnaa Khurelsukh, besucht für zwei Tage Deutschland. Er wird an diesem Dienstag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen. Im Anschluss werden die beiden Staatsoberhäupter die Ausstellung "Dschingis Khan und die Welt der Mongolen" im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte eröffnen. Anlass der großangelegten Sonderausstellung ist der 800. Todestag des berühmt-berüchtigten mongolischen Herrschers im kommenden Jahr. In Europa gilt Dschingis Khan bis heute als brutaler Eroberer, in der Mongolei wird er als Staatsgründer verehrt. Die meisten der nun in Berlin gezeigten mongolischen Objekte sind erstmals außerhalb des Landes zu sehen.

Anlässlich von Khurelsukhs Staatsbesuchs veranstaltet die Deutsche Industrie- und Handelskammer am Mittwoch zudem ein deutsch-mongolisches Wirtschaftsforum. Das ostasiatische Land verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen.
Japanische Rakete bringt Mars-Mission auf den Weg
Vom Weltraumbahnhof Tanegashima in Japan aus ist am frühen Morgen (Ortszeit) eine H3-Trägerrakete in Richtung Mars gestartet. An Bord ist die Raumsonde "MMX". Die Abkürzung steht für Martian Moons eXploration. Sie wird voraussichtlich im kommenden Sommer den Mars erreichen. Geplant ist eine Landung auf dem Mond Phobos. Den Marstrabanten soll ein deutsch-französischer Rover erkunden. Das Fahrzeug heißt "Idefix" und ist nach dem kleinen Hund des Comic-Helden Obelix benannt. Die gesammelten Bodenproben sollen für weitere Untersuchungen zur Erde gebracht werden. Die Rückkehr ist für das Jahr 2031 geplant.
fab/AR/JJ (dpa, afp, rtr)
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