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Friday, September 11, 2026

"Fassungslos" nach Statement: Judo-Bund schäumt vor Wut auf Prügel-Kämpfer Akaki Japaridze

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Judo-Bund schäumt vor Wut auf Prügel-Kämpfer Akaki Japaridze

11.09.2026 | 13:13 Uhr

Akaki Japaridze prügelt in der Bundesliga einen deutschen Top-Judoka nach dem Kampf krankenhausreif. Er sieht sich in der Ehre verletzt. Der Deutsche Judo-Bund ist entsetzt über das, was der Georgier schreibt.

Der Deutsche Judo-Bund hat empört auf die Vorwürfe des georgischen Kämpfers gegen den von ihm mit Faustschlägen schwer verletzten Timo Cavelius reagiert. "Wir sind fassungslos über das gestrige Statement von Akaki Japaridse auf Instagram sowie über die Zusprüche und Befürwortungen, die dieser Beitrag, teilweise auch von angesehenen internationalen Judo-Stars, erhalten hat", teilte der DJB in einer Stellungnahme mit.

"Eine Relativierung oder gar Verteidigung dieser schwerwiegenden Körperverletzung durch Akaki Japaridze an Timo Cavelius ist für uns nicht tolerierbar und mit den Grundprinzipien unseres Sports unvereinbar", hieß es.

Japaridse hatte sich fünf Tage nach den Vorfällen im Kampf der Judo-Bundesliga seines JC Leipzig gegen den TSV Abensberg via Instagram zu seiner Prügelattacke gegen Olympiastarter Cavelius geäußert. "Jegliche Form körperlicher Aggression im Sport ist inakzeptabel. Für das Geschehene übernehme ich die Verantwortung und werde mich ihr nicht entziehen", schrieb Japaridse bei Instagram: "Gleichzeitig möchte ich jedoch klarstellen, dass dieser Vorfall nicht das Ergebnis von Emotionen aufgrund einer sportlichen Niederlage war." 

"Als Mann" nicht akzeptabel

Vielmehr hätten "beleidigende Handlungen" seines "Gegners, sowohl in Form verbaler Äußerungen als auch durch Gesten" zu dem Eklat geführt, so Japaridse: "Auch das ist im Sport und im Rahmen der sportlichen Fairness völlig inakzeptabel." Die Beleidigungen seien für ihn "als Georgier und als Mann" nicht akzeptabel gewesen.

Der DJB zeigte sich befremdet angesichts dieser Aussagen. "Dass Akaki Japaridse nach mehreren Tagen Bedenkzeit und Raum zur Reflexion dieses Verhalten öffentlich rechtfertigt, zeigt aus unserer Sicht eine gefährliche Einsichtslosigkeit", teilte der Verband mit: "Wir reden hier nicht von einem emotionalen Gerangel oder einer verständlichen Eskalationsstufe nach einer vermeintlichen Provokation. Dies war ein massiver Übergriff, der das Risiko schwerster körperlicher Verletzungen in sich trug." 

"Jubel galt meinem eigenen Team"

Japaridse hatte am letzten Kampftag in der Judo-Bundesliga in der Begegnung mit Serienmeister TSV Abensberg am Samstag nach einer Niederlage gegen den deutschen Olympia-Starter Cavelius mehrmals mit der Faust auf seinen Gegner eingeschlagen. Cavelius, so zeigt es das Video, hatte zuvor dicht vor Japaridse gejubelt. Cavelius verlor zwei Zähne und wurde bereits wegen eines Kieferbruchs operiert. Er wird wohl die WM im Oktober in Baku verpassen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen Japaridse.

Cavelius hatte bereits am Donnerstag reagiert. "Dieser Jubel galt meinem eigenen Team und war Ausdruck der Freude über den gewonnenen Kampf. Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass es zu keinem Zeitpunkt meine Absicht war, Akaki Japaridze als Sportler zu demütigen oder ihn aufgrund seiner Herkunft, seiner Nationalität oder seiner Identität als georgischer Mann zu beleidigen", schrieb Cavelius in einer Stellungnahme und ergänzte: "Sollte mein Jubel bei ihm dennoch als persönliche Provokation oder Kränkung angekommen sein, bedauere ich, dass er ihn so empfunden hat. Eine solche Wirkung war von mir nicht beabsichtigt."

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