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Tuesday, September 29, 2026

Spektakel wohl gerettet: Box-Giganten Fury und Joshua doch wieder auf Kollisionskurs

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Am Wochenende raucht es in England, Medien berichten von einer drohenden Absage des Box-Blockbusters zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua. Jetzt scheinen die letzten Hürden abgeräumt, am Mittwoch sollen die Rivalen in London aufeinanderprallen.

Das Vertragschaos rund um den Multimillionen schweren Boxkampf der britischen Schwergewichts-Stars Tyson Fury und Anthony Joshua löst sich offenbar auf. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, findet am Mittwochabend in London (18 Uhr Ortszeit) eine Pressekonferenz mit den Rivalen statt, um den für 11. Dezember in Cardiff angesetzte "Battle of Britan" erstmals offiziell anzuheizen. Der Kampf finde wie geplant statt, sagte Furys Manager Spencer Brown bei "Talksport". Der britische Radiosender hatte zuvor von einem drohenden PK-Boykott Joshuas berichtet, sofern sich Fury nicht bei der international anerkannten Anti-Doping-Agentur VADA registriert. Dies soll Fury nun aber getan haben.

Fury und Joshua hatten im Frühjahr Verträge mit dem saudischen Boxmogul Turki Al-Sheikh geschlossen, der den Kampf vergangene Woche offiziell verkündete. Laut Berichten könnten die Ex-Weltmeister bis zu 100 Millionen Pfund (116 Mio. Euro) pro Kopf kassieren. In Furys Vertrag ist allerdings offenbar eine andere VADA-Passage als bei Joshua festgeschrieben. Während der 36-jährige Joshua unmittelbar nach seiner Unterschrift dem VADA-Testprogramm beizutreten hatte, musste der 38-jährige Fury wohl erst nach der Bekanntgabe des Kampfes mit den Dopingtests beginnen.

Fury wurde im Februar 2015 nach einem Sieg über Christian Hammer positiv auf Nandrolon getestet. Der Befund kam allerdings erst im Juni 2016, mehr als ein halbes Jahr nach Furys Sensationssieg gegen Weltmeister Wladimir Klitschko, ans Licht. Die britische Anti-Doping-Behörde UKAD klagte den Boxer an, Fury bestritt wissentlich gedopt zu haben. Später einigten sich die UKAD und der Schwergewichtler auf einen Vergleich, Fury wurde rückwirkend für zwei Jahre gesperrt.

Battle of Britain stand auf der Kippe

"Wie wir an vielen Stellen gesehen haben, steht das, was in Joshuas Vertrag ist, nicht notwendigerweise in Tyson Furys Vertrag. Das Testen sollte beginnen, nachdem die ursprünglichen Verträge unterschrieben waren - für sie (Furys Seite, d. Red.) ging es aber nicht los", kommentierte Joshuas Promoter Eddie Hearn die Problematik bereits vor Wochen.

Am Wochenende hatten Boxinsider und Medien berichtet, der langersehnte Kampf der Engländer stehe auf der Kippe - auch wegen der Person Hearn. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Briten und US-Promoter Dana White. Hearn zufolge steht in Joshuas Vertrag, dass der Amerikaner bei dem Kampf nicht als Promoter involviert sein darf. Bei Bekanntgabe des Showdowns, den Netflix weltweit überträgt, wurde White aber als Promoter aufgeführt. Fury sagte dem Medienkanal seiner Marke "Furocity", einen entsprechende Passus zu White in seinem Kontrakt gestrichen zu haben: "In Joshuas Vertrag steht offenbar, dass Dana nicht involviert sein durfte. Das stand auch in meinem, aber ich hab's rausgenommen, damit er involviert sein konnte."

Bernd Bönte, langjähriger Manager der Klitschko-Brüder, kritisierte dieses Gebaren im Gespräch mit ntv Sport: "Vertrag ist Vertrag. Wenn Hearn und Joshua einen Vertrag ausgehandelt und unterschrieben haben, in dem steht, dass White nicht der Promoter ist, und er jetzt doch Promoter sein soll , dann ist das Vertragsbruch - ganz einfach. Das wäre absolut unprofessionell von den Veranstaltern um Turki Al-Sheikh." In den Verträgen der Boxer müssten sich alle Details "eins zu eins widerspiegeln".

Wann schlägt der Gong?

Geht die erste Pressekonferenz am Mittwoch nun wie geplant über die Bühne, sollten die letzten Hürden auf dem Weg zum britischen Showdown abgeräumt sein. Furys Strippenzieher Brown widmete sich bei "Talksport" bereits einem anderen Thema: Der Startzeit. Weil sich Streaming-Gigant Netflix den ersten Gong zur amerikanischen Prime Time wünscht, könnte Fury vs. Joshua in Cardiff erst um 2 Uhr nachts (3 Uhr, MEZ) beginnen. Zu spät für Browns Geschmack.

"Ich denke, 2 Uhr ist deutlich zu spät. Die englische Öffentlichkeit wird es in den Pubs, in den Clubs und zu Hause schauen wollen. Es wird Party-Atmosphäre herrschen. Ich denke, es muss ganz einfach früher losgehen. All das wird gerade verhandelt, aber es sollte nicht 2 Uhr sein. 99 Prozent der Leute würde das sagen", sagte der Manager. Die Fans in Cardiff sollten zudem nicht mitten in der Nacht im Stadion frieren. Die walisische Stadt scheine schon jetzt ausgebucht zu sein. "Es wird mächtig abgehen."

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