"Warten auf die Unterschrift": Ukraine macht Hegseth für Verzögerung bei Waffenlieferung verantwortlich

"Warten auf die Unterschrift"Ukraine macht Hegseth für Verzögerung bei Waffenlieferung verantwortlich
26.10.2026, 15:15 Uhr

Europäische Nato-Staaten wie Deutschland bezahlen die USA für Waffenlieferungen an die Ukraine. Trotzdem kommt es beim Transfer wichtiger Abwehrraketen zu Verzögerungen. Laut Präsident Selenskyj lässt US-Verteidigungsminister Hegseth die gebotene Eile vermissen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut Verzögerungen bei der Lieferung von Abwehrraketen beklagt und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritisiert. "Insbesondere warten wir seit fast einem Monat auf die Unterschrift von Herrn Hegseth bezüglich der Raketen für Patriots und Nasams", schrieb Selenskyj in den sozialen Medien. Er habe angeordnet, noch einmal mit der US-Seite zu sprechen.
US-Systeme vom Typ Patriot gelten als besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt. Die Ukraine arbeite mit den USA, Europa und anderen Partnern zusammen, die über Bestände entsprechender Raketen verfügten, schrieb Selenskyj. Außerdem kündigte er Vorbereitungen für ein Ramstein-Treffen im November an. Zuvor hatte bereits der Kiewer Verteidigungsminister Jewhenij Chmara angekündigt, dass die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten bei einer neuen Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe über weitere militärische Hilfe sprechen wollen.
Schon vor Kurzem hatte Selenskyj beklagt, dass Washington Waffenlieferungen zurückhalte. Die Lieferung von Patriot- und weiteren Luftabwehr-Raketen werde nicht genehmigt, obwohl Nato-Staaten diese bereits bezahlt hätten. Unter Präsident Donald Trump leisten die USA keine Militärhilfe mehr, doch Nato-Staaten kaufen im sogenannten PURL-Programm US-Waffen für die Ukraine.
Selenskyj beklagte zuletzt mehrfach Verzögerungen bei der Lieferung von Abfangraketen. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.