In Panik schreit sie «Nein!» – dann wird sie hinuntergestossen

- Am Sulak-Canyon in Dagestan wurde eine Touristin gegen ihren Willen in eine rund 80 Meter tiefe Schlucht gestossen.
- Videos zeigen, wie Mitarbeiter der Attraktion die flehende Frau an den Rand drängten und ihr gegen das Bein traten.
- Der russische Untersuchungsausschuss prüft den Vorfall – auch eine weitere Touristin aus Moskau erhebt ähnliche Vorwürfe.
«Bitte, Jegor! Tu das nicht! Ich flehe dich an!» – in sozialen Medien verbreiten sich verstörende Aufnahmen einer Touristin, die offenbar gegen ihren Willen zu einem Pendelsprung über dem Sulak-Canyon in der russischen Teilrepublik Dagestan gedrängt wird.
Das Video zeigt die sichtlich verängstigte Frau in einem Sitzgurt auf einer Plattform hoch über der Schlucht. Immer wieder fleht sie ihren Ehemann Jegor und die Mitarbeiter der Attraktion an, sie loszubinden. «Ich habe Angst», ruft sie mehrfach. Ihr Mann ist derweil lachend neben ihr zu sehen.
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«Nein! Nein!»
Doch die Mitarbeiter ignorieren ihre Bitten. Einer hält die Frau an der Hüfte fest, während sie sich gegen den bevorstehenden Sprung wehrt. Schliesslich zerren die Betreuer sie an den Rand der Plattform.
Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie einer der Mitarbeiter gegen ihr Bein tritt und sie damit in Richtung Abgrund drängt. «Bitte wirf mich nicht so! Nein, tu das nicht! Nein! Nein!», ruft die Frau, bevor sie in die rund 80 Meter tiefe Schlucht gestossen wird.
Frauen werden oft gegen ihren Willen zum Sprung gezwungen
Bei der Attraktion handelt es sich nicht um einen klassischen Bungee-Sprung. Die Teilnehmer sind in einem Sitzgurt gesichert und schwingen an einem Seilsystem durch die Schlucht über dem Fluss Sulak.
Die Frau überstand den Sprung unverletzt. Als sie zurück auf die Plattform gezogen wurde, war sie sichtlich aufgebracht. Ein Mitarbeiter fragte sie dennoch, ob sie noch einmal springen wolle. «Nein, nein, nein! Ich habe ‹Nein› gesagt!», entgegnete sie. Anschliessend verliess sie die Plattform.
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Der Vorfall beschäftigt inzwischen die russischen Behörden. Der Untersuchungsausschuss prüft die Geschehnisse, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, wonach Kundinnen bei der Attraktion gegen ihren Willen zu einem Sprung gedrängt würden. Auch eine weitere Touristin aus Moskau wirft Mitarbeitern vor, sie zu einem rund 80 Meter tiefen Sprung gezwungen zu haben.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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