EZB-Präsidentin Christine Lagarde tritt zurück

Christine Lagarde wird ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) am 7. Februar 2027 vorzeitig niederlegen. Über ihren Rücktritt gab es bereits seit geraumer Zeit Spekulationen.
Publiziert: vor 23 Minuten
Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft
Christine Lagarde (70), oberste Notenbankerin der Europäischen Zentralbank (EZB), wird per 7. Februar 2027 ihren Posten räumen. Dies teilte Lagarde am Donnerstag dem EZB-Rat sowie dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, mit. Die Nachfolge wird nun vom Europäischen Rat gemäss dem im EU-Vertrag festgelegten Ernennungsverfahren bestimmt. Wer Lagarde an der Spitze der EZB ersetzt, ist noch offen.
Es ist ein vorzeitiger Rücktritt der französischen Politikerin und Juristin. Ihre Amtszeit als EZB-Chefin läuft regulär bis Oktober 2027. Seit 2019 hat sie das Amt inne.
Die Ankündigung erfolgt unmittelbar vor dem anstehenden Leitzinsentscheid der EZB. Heute um 14:15 Uhr informiert der Bankrat erneut über den weiteren Zinskurs. Aller Wahrscheinlichkeit nach rüttelt Lagarde aber nicht am derzeitigen Leitzins von 2,50 Prozent.
Rücktritt befeuert Gerüchte um Schwab-Nachfolge weiter
Räumt Lagarde ihr Büro in Frankfurt (D), um bald in Davos GR zu walten? Bereits seit Monaten wird die 70-Jährige als mögliche neue Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums (WEF) gehandelt. Damit würde sie in die Fussstapfen von WEF-Gründer Klaus Schwab (88) treten, der im April 2025 nach mehr als fünf Jahrzehnten an der Spitze der Organisation überraschend und mit sofortiger Wirkung zurücktrat.
Laut Insidern könnte der WEF-Stiftungsrat Lagarde bereits Anfang November zur Nachfolgerin der derzeitigen Co-Vorsitzenden Larry Fink und André Hoffmann ernennen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am 15. Oktober unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen.
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