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Tuesday, October 6, 2026

Studie zeigt Ost-West-Gefälle: Deutschland wird schrumpfen - aber nicht überall

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Studie zeigt Ost-West-GefälleDeutschland wird schrumpfen - aber nicht überall

06.10.2026, 13:16 Uhr

Während Metropolen in Deutschland bis 2045 weiter wachsen dürften, verlieren ländliche Gegenden massiv an Einwohnern. 12 der 20 schwächsten Kreise liegen laut einer Studie in Ostdeutschland. Auch im Westen zeigt sich ein überraschendes Muster.

Die Bevölkerung Deutschlands dürfte bis 2045 einer Studie zufolge auf rund 81,8 Millionen Menschen schrumpfen. Das zeigt die Studie "Demografische Lage der Nation", die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung vorstellte. Gut zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte Deutschland müssen demnach mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen. Auch knapp 200 Regionen, die vor wenigen Jahren noch gewachsen sind, dürften schrumpfen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben 2026 rund 83,3 Millionen Menschen in Deutschland.

Für die Studie hat das Berlin-Institut gemeinsam mit der Wüstenrot-Stiftung zum fünften Mal die 400 Kreise und kreisfreien Städte untersucht. In das bundesweite Bewertungssystem fließen 26 Indikatoren aus Demografie, Wirtschaft, Bildung und sozialen Bedingungen ein. Die entscheidende Frage sei nicht, ob Deutschland wachse oder schrumpfe, sondern wo, sagte Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts.

Viele Großstädte dürften weiter wachsen

Der Rückgang der Bevölkerung in Deutschland insgesamt sei moderat, sagte Manuel Slupina von der Wüstenrot-Stiftung. Regional gebe es jedoch deutliche Unterschiede. Viele Großstädte dürften künftig weiter wachsen, einige ländliche Regionen dagegen deutlich an Bevölkerung verlieren.

Insbesondere im Osten entwickeln sich die Regionen der Studie zufolge immer unterschiedlicher: 12 der 20 Kreise und kreisfreien Städte mit den schwächsten Gesamtbewertungen liegen in Ostdeutschland - 2019 waren es noch 5. Die positive Entwicklung der Jahre 2014 bis 2024 in vielen ostdeutschen Regionen setzt sich demnach nicht überall fort. Bei Demografie, Wirtschaft, Bildung und sozialen Bedingungen lägen erfolgreiche und schwächere Regionen heute teils weit auseinander.

Auch im Westen gebe es große Unterschiede. Das Saarland etwa dürfte weiter Bevölkerung verlieren, Städte wie Frankfurt am Main oder Düsseldorf dürften wachsen. Unter den Bundesländern setze sich Bayern an der Spitze immer deutlicher ab: 18 der 20 bestplatzierten Kreise und kreisfreien Städte liegen in Bayern. 2019 seien es noch 12 gewesen, sagte Adrián Carrasco Heiermann vom Berlin-Institut.

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