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Thursday, September 24, 2026

Nikon Z5IIC: Kompakte Vollformatkamera ohne Sucher vorgestellt

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Nikon hat die Z5IIC vorgestellt. Der Hersteller positioniert die spiegellose Vollformatkamera als einsteigerfreundliches Modell für Smartphone-Umsteiger und Content-Produzenten. Technisch orientiert sich die Z5IIC eng an der Z5II, steckt deren Eckdaten jedoch in ein deutlich flacheres Gehäuse – auf einen elektronischen Sucher verzichtet die Kamera.

Das Gehäuse misst rund 134 × 81 × 72 Millimeter und wiegt mit Akku und Speicherkarte etwa 620 Gramm. Bei gleicher Breite und Tiefe ist es damit zwei Zentimeter niedriger und 80 Gramm leichter als die Z5II. Zur Bildgestaltung dient ein neig- und drehbarer 3,2-Zoll-Touchscreen mit rund 1,04 Millionen Bildpunkten. Menüs und Aufnahmeinformationen drehen sich bei Hochformataufnahmen automatisch.

Das Titelbild der Ausgabe 05 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Die c't Fotografie, Ausgabe 05 2026

(Bild: 

heise

)

Die Nikon Z5IIC verzichtet auf einen Sucher und bietet auch nur ein SD-Speicherkartenfach.

(Bild: Nikon)

Im Inneren arbeiten ein CMOS-Sensor im FX-Vollformat mit 24,5 Megapixeln und der Expeed-7-Bildprozessor zusammen. Der beweglich gelagerte Sensor soll Verwacklungen um bis zu 7,5 Belichtungsstufen ausgleichen – dieser Maximalwert gilt unter Nikons Testbedingungen mit dem Nikkor Z 24–120 mm f/4 S am Teleende im Normalmodus. Der Fokusmessfeld-VR stabilisiert dabei gezielt den Bereich um das gewählte Autofokusfeld.

Sensor, Prozessor, ISO-Bereich und Bildstabilisierung entsprechen weitgehend den Daten der Z5II. Neben dem Sucher spart Nikon auch beim Speicher: Die Z5IIC verfügt nur über einen SD-Kartensteckplatz. Die Z5II bietet dagegen zwei SD-Fächer, einen elektronischen Sucher mit 3,69 Millionen Bildpunkten und einen höher auflösenden Monitor mit 2,1 Millionen Bildpunkten.

Der reguläre ISO-Bereich reicht bei Fotos von ISO 100 bis ISO 64.000 und lässt sich auf Werte entsprechend ISO 50 bis ISO 204.800 erweitern. Für Videos nennt Nikon maximal ISO 51.200. Im Gehäuse steckt ein mechanischer Schlitzverschluss; ein elektronischer erster Vorhang und ein vollständig elektronischer Verschluss stehen ebenfalls zur Verfügung. Die kürzeste Belichtungszeit beträgt 1/8000 Sekunde, im manuellen Modus sind Langzeitbelichtungen von bis zu 900 Sekunden möglich.

Das Hybrid-Autofokussystem kombiniert Phasen- und Kontrasterkennung und soll bis hinunter zu −10 Lichtwerten arbeiten. Dieser Grenzwert gilt im Fotomodus mit AF-S, zentralem Einzelfeld, ISO 100, 20 °C und einem Objektiv der Lichtstärke f/1,2.

Laut Nikon erkennt der Autofokus Menschen, Haustiere, Fahrzeuge, Vögel und erstmals auch Fische, zusammen ergeben sich so zehn verschiedene Kategorien.

Für Einsteiger ergänzt Nikon die üblichen Belichtungsprogramme um 15 Motivprogramme. Ausdrücklich erwähnt werden Sonnenuntergänge, nächtliche Neonlandschaften und Haustiere. Dazu bietet die Kamera eine eigene Position des Szenenmodus auf dem Programmwahlrad, eine automatische Einstellungswahl per Motiverkennung und die Funktionen 3D-Tracking und AF-A.

Bei Serienaufnahmen gibt Nikon bis zu 14 Bilder pro Sekunde an. Die Hochgeschwindigkeitsmodi C15 und C30 steigern die Rate auf 15 beziehungsweise 30 Bilder pro Sekunde; die hohen Bildraten sind für andere Bildqualitäten als NEF vorgesehen und damit nicht ausschließlich auf JPEG festgelegt. Eine Pre-Release-Capture-Funktion nimmt vor dem eigentlichen Auslösen bis zu 30 Bilder pro Sekunde als JPEG auf.

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Videos zeichnet die Z5IIC mit maximal 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde auf. Bei dieser Bildrate nutzt die Kamera allerdings nur einen Ausschnitt des Sensors im DX-Format. Neben H.264 und H.265 unterstützt sie die interne Aufzeichnung von 12-Bit-N-RAW auf SD-Karte. Full-HD-Aufnahmen sind mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich.

Für die Nachbearbeitung stehen N-Log sowie kostenlos erhältliche LUTs zur Verfügung, die Nikon zusammen mit dem zum Konzern gehörenden Kinokamerahersteller RED entwickelt hat. Eine LUT, kurz für Look-up-Table, übersetzt Farb- und Helligkeitswerte und dient beim Color Grading als Ausgangspunkt für einen bestimmten Bildeindruck.

Weitere Videofunktionen umfassen einen hochauflösenden Digitalzoom, einen Produktpräsentationsmodus mit automatischem Fokuswechsel zwischen Gesicht und Gegenstand sowie USB-Streaming. Für Tonaufnahmen sind getrennte 3,5-Millimeter-Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer vorhanden. Hinzu kommen USB-C und ein Micro-HDMI-Anschluss.

Eine eigene Taste öffnet die Picture-Control-Farbprofile. Über die Nikon Imaging Cloud lassen sich Bildrezepte von Nikon und anderen Fotografen auf die Kamera übertragen. Nikon nennt einen Katalog mit bis zu 140 Rezepten; gleichzeitig kann die Kamera neun solcher Profile speichern. Über den Cloud-Dienst sind außerdem automatische Bildübertragungen zu angebundenen Speicherdiensten und Firmware-Updates per WLAN möglich.

Neu ist ein einstellbarer Filmkörnungseffekt für Fotos und Videos, der sich mit den Picture-Control-Profilen kombinieren lässt. Die Übertragung auf Smartphones übernimmt wie bei anderen Nikon-Kameras die Snapbridge-App über WLAN oder Bluetooth.

Das Gehäuse basiert auf einem Rahmen aus Magnesiumlegierung und ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet. Zur Stromversorgung dient der aus anderen Nikon-Kameras bekannte Akku EN-EL15c; die älteren Varianten EN-EL15a und EN-EL15b lassen sich mit Einschränkungen bei der Laufzeit ebenfalls einsetzen.

Nikon ruft für das Z5IIC-Gehäuse in Silber oder Schwarz eine unverbindliche Preisempfehlung von 1550 Euro auf. Unser Preisvergleich listet die Z5II aktuell für rund 1400 Euro. Der Abstand beträgt damit etwa 150 Euro zum tagesaktuellen Preis. Dafür bietet das größere Modell zusätzlich einen elektronischen Sucher, zwei Kartenfächer und das höher auflösende Display.

Geplant sind zudem Kits mit mehreren Z-Objektiven. Für die Kombination mit dem Nikkor Z 24–105 mm f/4–7,1 nennt der Hersteller 1900 Euro, mit dem 24–70 mm f/4 S sind es 2150 Euro und mit dem 24–200 mm f/4–6,3 VR 2350 Euro. Das Kit mit dem 24–50 mm f/4–6,3 soll 1850 Euro kosten.

Im Markt trifft die Z5IIC unter anderem auf die am 15. September 2026 angekündigte Canon EOS R8 Mark II. Diese kostet laut Canon 1800 Euro und kombiniert einen stabilisierten Vollformatsensor mit 24,2 Megapixeln mit einem elektronischen Sucher. Einschließlich Akku und Speicherkarte wiegt sie rund 546 Gramm. Die neue Nikon ist damit 250 Euro günstiger und bietet interne N-RAW-Videoaufzeichnung, bringt trotz des fehlenden Suchers aber rund 74 Gramm mehr auf die Waage.

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