Darum wurde Meister Thun zur Schiessbude der Liga

Spieler und Coach liefern Erklärungen
Darum wurde Meister Thun zur Schiessbude der Liga
Der FC Thun stellt nach der 2:4-Pleite gegen den FCZ die schlechteste Abwehr der Liga. Fast noch schlimmer: Bereits zum vierten Mal sieht der Captain des Meisters Rot.
Publiziert: vor 19 Minuten
Lucas WerderReporter Fussball
Das grosse Problem des FC Thun ist schnell gefunden: 27 Gegentore haben die Berner Oberländer nach zehn Spielen auf dem Konto. Damit ist der Meister die Schiessbude der Liga. In der vergangenen Saison waren es zu diesem Zeitpunkt mit 13 Gegentoren weniger als die Hälfte gewesen.
«Wir spielen einen Fussball, durch den wir vorne mehr Chancen haben, aber hinten auch mehr zulassen», sagt Nicolas Bürgy (31) nach dem 2:4 gegen den FCZ. «Damit das aufgeht, müssen wir aber die entscheidenden Duelle gewinnen.» Doch genau das misslingt den Thunern im Letzigrund.
Oft tauchen die Zürcher nicht vor dem gegnerischen Tor auf. Aber wenn, dann finden sie immer viel zu viel Platz vor. So resultieren am Ende aus fünf FCZ-Abschlüssen aufs Tor vier Thuner Gegentreffer. «Wir müssen bissiger werden. Physisch ist von uns heute viel zu wenig gekommen», ärgert sich Bürgy.
Vierter Platzerweis gegen Thun-Captain
Damit steht der Titelverteidiger nach zehn Runden mit ebenso viel Punkten da. «Das ist zu wenig», findet auch Bürgy. Gleichzeitig findet der Innenverteidiger, man müsse auch realistisch bleiben. «Wir haben einen grossen Umbruch: ein neuer Trainer, ein neuer Sportchef und fast die ganze Stammelf aus der letzten Saison ist weg. Das braucht Zeit, auch wenn wir höhere Ansprüche an uns haben.»
Besonders bitter ist die vierte Thuner Niederlage aus den letzten fünf Spielen darum, weil man sich zuletzt durch den 2:1-Sieg gegen Vaduz mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause verabschiedet hatte. «Wir hatten nach all den internationalen Spielen endlich mal Zeit, ein paar taktische Sachen anzuschauen. Gerade darum habe ich heute mehr erwartet», gibt Bürgy zu. Immerhin weiss Trainer Gian-Luca Privitelli (48), wo er den Hebel in den kommenden Wochen ansetzen muss. «Das Pressing ist noch nicht da, wo wir sein möchten», sagt er.
Neben der löchrigen Abwehr ist das aber nicht Privitellis einziges Problem. Gegen den FCZ sieht Jan Bamert (28) eine Viertelstunde vor Schluss für einen Tritt auf die Wade von Reichmuth Rot. Weil Bamert als Vertreter des gesperrten Marco Bürki (33) die Binde trägt, ist es wettbewerbsübergreifend bereits der vierte Platzverweis gegen einen Thuner Captain in dieser Saison. «Nicht optimal», fasst es Privitelli zusammen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
5 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
6 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
7 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |
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