Baupreise steigen besonders stark
Kosten für Dacharbeiten oder Maurer Baupreise steigen besonders stark
Stand: 09.10.2026 • 13:11 Uhr
In Deutschland fehlen Hunderttausende Wohnungen, hohe Kosten belasten die Bau-Branche. Entspannung ist nicht in Sicht: Zuletzt lag der Anstieg der Baupreise deutlich über der allgemeinen Inflationsrate.
Das Bauen verteuert sich in Deutschland erheblich stärker als andere Waren und Dienstleistungen. Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden stiegen im August um 5,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine größere Preissteigerung hatte es zuletzt vor drei Jahren gegeben.
Vor allem Dacharbeiten kosteten mehr: 7,6 Prozent, auch Erd- und Ausbauarbeiten wurden erheblich teurer. Zimmer- und Holzbauarbeiten wurden 7,2 Prozent teurer. Nicht ganz so stark stiegen die Preise für Mauer- (4,2 Prozent) und Betonarbeiten (4,3 Prozent).
Beim Innenausbau treiben Elektroanlagen und Heizanlagen die Preise. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden waren 6,0 Prozent teurer als im August 2025.
Zu wenige Wohnungen - zu hohe Baukosten
In Deutschland wird nach wie vor zu wenig gebaut. Vor allem in großen und mittleren Städten fehlen Wohnungen. Stetig gestiegene Baukosten galten in den vergangenen Jahren als eines der Haupthemmnisse im Baugeschäft - wie auch die Bauzinsen. Deshalb hielten sich private Hausbauer und große Investoren mit dem Bauen zurück.
Die Preisentwicklung weit oberhalb der durchschnittlichen Entwicklung der Verbraucherpreise trifft nicht nur Wohngebäude: Die Preise im Straßenbau lagen 6,9 Prozent über denen aus dem Vorjahr, während Bürogebäude 5,7 Prozent teurer waren.
Die Inflationsrate in Deutschland war zuletzt auf 3,3 Prozent angestiegen. Am stärksten tragen aktuell jedoch die gestiegenen Energiepreise zur Teuerung bei.
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