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Saturday, November 7, 2026

Mini-PC VZMore AX9 Max im Test: Für wen sich der teure Ryzen-AI-9-Rechner lohnt

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Der Vzmore AX9 Max kombiniert den Ryzen AI 9 HX 470 mit starker iGPU, moderner Ausstattung und effizienter Kühlung. Im Test überzeugt vieles, aber nicht alles.

Vzmore ist ein neuer Name im Mini-PC-Markt. Hinter der Marke steht die Vzmore Limited mit Sitz in Hongkong. Konzeption und Qualitätssicherung liegen laut Hersteller unter deutscher Leitung. Entwicklung und Produktion laufen gemeinsam mit Teams in Taiwan. Seine ersten Geräte hat Vzmore auf der IFA 2026 vorgestellt.

Im AX9 Max steckt der gleiche Ryzen AI 9 HX 470 wie im Minisforum AI X1 470 (Testbericht). Anders als Minisforum bestückt Vzmore aber beide RAM-Steckplätze. Die Radeon 890M zeigt deshalb, was sie kann. Sie liefert die beste Grafikleistung aller Mini-PCs mit dieser Grafikeinheit, die wir bisher getestet haben. Dazu kommen eine Vapor Chamber (Dampfkammer), die die Leistung über Stunden ohne Drosselung hält, zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports und zweimal USB4, einmal davon mit Stromversorgung per USB-C. Das Paket hat aber auch Haken: Der Lüfter brummt unter Last tieffrequent, die Wartung ist umständlich und Oculink für externe Grafikkarten fehlt.

Der AX9 Max kostet bei Amazon 1449 Euro (Rabatt-Coupon anwählen) und ist nur mit 32 GB RAM und 1 TB SSD erhältlich. Eine Barebone-Version gibt es nicht. Der Test klärt, ob die Kühlung hält, was sie verspricht, und wie gut die Radeon 890M mit Dual-Channel-RAM tatsächlich ist. Das Testgerät hat uns Vzmore zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Vzmore AX9 Max?

Im Vzmore AX9 Max arbeitet der AMD Ryzen AI 9 HX 470 aus der Gorgon-Point-Familie. AMD hat ihn im Januar 2026 vorgestellt. Er kombiniert vier Zen-5-Kerne mit acht Zen-5c-Kernen und verarbeitet 24 Threads. Der Basistakt liegt bei 2,0 GHz, im Boost liest Aida64 bis zu 5,25 GHz aus. Dazu kommen 12 MB L2- und 24 MB L3-Cache. TSMC fertigt den Chip im 4-nm-Verfahren. Die Standard-TDP (Thermal Design Power) liegt bei 28 W, maximal sind 54 W vorgesehen. Die maximale Betriebstemperatur beträgt 100 Grad Celsius. Technisch ist der HX 470 ein enger Verwandter des Ryzen AI 9 HX 370 und HX 375, nur mit leicht höheren Taktraten. Die Radeon 890M basiert auf RDNA 3.5 und bietet 16 Compute Units mit bis zu 3100 MHz.

Beim RAM liegt der wichtigste Unterschied zur Konkurrenz. Vzmore bestückt beide SO-DIMM-Steckplätze mit je 16 GB DDR5 von Micron (Crucial CT16G56C46S5.C8D). Die Module laufen mit 5600 MT/s (Megatransfers pro Sekunde) und Timings von 40-39-39-77. Der Speicher arbeitet also ab Werk im Dual-Channel. Im Minisforum AI X1 470 steckte in unserem Testgerät dagegen nur ein einzelnes 32-GB-Modul. Von den 32 GB sind rund 28,3 GB nutzbar, denn das System reserviert 4 GB fest für die Grafik. Laut Hersteller nimmt der AX9 Max bis zu 256 GB auf. Wir haben das nicht nachgeprüft.

Als SSD dient eine Lexar NQ7A1 mit 1 TB, die über PCIe 4.0 angebunden ist. Crystaldiskmark misst 6020 MB/s beim Lesen und 5031 MB/s beim Schreiben. Das ist ein sehr guter Wert für PCIe 4.0. Laut Hersteller nimmt der M.2-2280-Slot SSDs bis 4 TB auf, ein zweiter M.2-2230-Slot bis 1 TB. Damit sind insgesamt bis zu 5 TB möglich.

Vorn sitzen vier USB-A-Ports mit 10 Gbit/s und eine 3,5-mm-Headsetbuchse. Hinten gibt es zweimal USB4 mit 40 Gbit/s und Displayport-2.0-Ausgabe, einen weiteren USB-A-Port mit 10 Gbit/s, einmal USB 2.0, zweimal HDMI 2.1, zwei LAN-Buchsen mit 2,5 Gbit/s und den Stromanschluss. Der SD-4.0-Kartenleser und das Kensington-Schloss sitzen an der Seite. Einer der USB4-Ports beherrscht PD-in mit bis zu 100 W. Ansonsten läuft der Mini-PC am mitgelieferten 120-W-Netzteil mit Rundhohlstecker. Der AX9 Max steuert bis zu vier Monitore gleichzeitig an. Oculink fehlt, ebenso ein USB-C-Port an der Front.

Drahtlos funkt der Mini-PC über einen Mediatek MT7925 mit Wifi 7 und Bluetooth 5.4. Die beiden Realtek-Gaming-2.5GbE-Controller machen ihn ohne Zusatzhardware zur Basis für Firewall, Software-Router oder Homeserver. Für Audio ist ein Realtek ALC269 zuständig.

Performance: Wie schnell ist der Vzmore AX9 Max?

PCmark 10 testen wir mit beiden Workflows, denn die Ergebnisse von Version 1.x und 2.x sind nicht miteinander vergleichbar. Mit Workflow 1.x erreicht der AX9 Max im Schnitt 8063 Punkte, die Ausreißer liegen bei 7985 und 8130 Punkten. Mit Workflow 2.x sind es im Schnitt 9566 Punkte, mit Ausreißern bei 9358 und 9647 Punkten. Der Minisforum AI X1 470 mit gleichem Prozessor kam auf 7597 (V1) und 8833 Punkte (V2), der Geekom A9 Max mit HX 370 auf 7684 Punkte (V1).

Den größten Unterschied zeigt 3Dmark Time Spy. Dort erzielt der AX9 Max 4351 Punkte, davon 3931 Grafik- und 11.047 CPU-Punkte. Der AI X1 470 erreichte nur 2321 Punkte (Grafik: 2053), der Geekom A9 Max 3868 Punkte (Grafik: 3466). Selbst den Minisforum M1 Pro mit Core Ultra 9 285H (4100 Punkte) überholt der AX9 Max. Das bestätigt unsere Vermutung: Das einzelne RAM-Modul hat die Grafik im AI X1 470 ausgebremst.

In Cinebench 2024 erzielt der AX9 Max 122 Punkte im Single-Core- und 1227 Punkte im Multi-Core-Test. Damit liegt er vor dem AI X1 470 (119 und 1120 Punkte) und dem Geekom A9 Max (1176 Punkte im Multi-Core). In Geekbench 6.5 erreicht er 2976 Punkte im Single-Core- und 15.812 Punkte im Multi-Core-Test, der OpenCL-Grafiktest bringt 43.127 Punkte. Der AI X1 470 kam auf 2906, 11.255 und 29.675 Punkte. Im neuen Geekbench 7.1 erzielt der AX9 Max 2721 und 17.345 Punkte sowie 33.337 OpenCL-Punkte. Diese Werte sind mit Geekbench 6 nicht vergleichbar.

VZMore AX9 Max – Bilderstrecke

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Bei den Spielen testen wir in Full-HD. Anno 1800 läuft in einer Stadt mit 8555 Einwohnern im Preset „Hoch“ ohne FSR (AMD Fidelity FX Super Resolution) mit 29 bis 40 FPS (Bilder pro Sekunde). Mit überwiegend mittleren Details und FSR 1.0 im Modus „Leistung“ sind es 58 bis 62 FPS. Counter Strike 2 läuft im Deathmatch auf Dust II mit hohen Details und 4x MSAA flüssig mit 69 bis 80 FPS (AI X1 470: 43 FPS). The Witcher 3 schafft in Kaer Morhen 33 FPS auf „Hoch“ und 47 bis 50 FPS auf „Mittel“, jeweils mit FSR „Automatisch“. Cities Skylines 2 ist in unserer Metropole mit 123.600 Einwohnern mit 11 FPS unspielbar, egal ob mit hohen oder niedrigen Details.

KI: Wie gut ist die NPU des Vzmore AX9 Max?

Die NPU (Neural Processing Unit) des Ryzen AI 9 HX 470 leistet bis zu 55 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Zusammen mit CPU und GPU kommt das System auf 86 TOPS. Damit erfüllt der Prozessor die Hardwareanforderungen an einen Copilot+-PC. Konkrete Anwendungen für die NPU sind aber nach wie vor rar, viele Programme sprechen sie nicht an.

Im Procyon AI Computer Vision Benchmark erreicht die NPU mit dem Backend AMD Ryzen AI 2.21.0 und Integer-Berechnungen 1884 und 1942 Punkte. Die Radeon 890M kommt über Windows ML mit Float16 auf 406 Punkte. Der AI X1 470 erzielte 1517 (NPU) und 267 Punkte (GPU). Beide Durchläufe nutzen unterschiedliche Datentypen und Backends. Der direkte Vergleich beschreibt deshalb nicht allein die Hardwareleistung. Im Procyon AI Image Generation mit Stable Diffusion 1.5 (FP16, ONNX Runtime DirectML) erzielt die Radeon 890M 296 Punkte bei 21,1 Sekunden pro Bild.

Lokale Sprachmodelle über LM Studio nutzen weiterhin GPU und CPU statt der NPU. Mit 32 GB im Dual-Channel und 4 GB fest reserviertem Grafikspeicher eignet sich der AX9 Max für kompakte Modelle. Für große Sprachmodelle bleibt eine dedizierte Grafikkarte die bessere Wahl. Mangels Oculink fehlt dafür allerdings der passende Anschluss.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Vzmore AX9 Max?

Im Idle bezieht der AX9 Max 7 W, bei normaler Desktopnutzung wie dem Surfen im Browser 15 bis 20 W. Unter Volllast zieht das Gesamtsystem zu Beginn 92 bis 94 W, nach einigen Minuten sind es konstant 79 W. Das 120-W-Netzteil reicht also aus.

Im kombinierten Stresstest mit Aida64 belasten wir CPU, FPU, Cache, RAM und GPU für 7 Stunden und 37 Minuten. Der Prozessor zieht anfangs rund 65 W bei 3,48 GHz. Nach etwa zwei Minuten senkt er die Leistung auf rund 54 W, der Takt pendelt sich bei etwa 3,3 GHz ein. Danach sinken Takt und Leistungsaufnahme bis zum Testende nicht weiter. Wir messen im Auslieferungszustand mit dem Windows-Energieplan „Ausbalanciert“.

Lüfter: Wie laut ist der Vzmore AX9 Max?

Die Kühlung arbeitet hervorragend. Im Dauertest erreicht die CPU maximal 77,1 Grad Celsius und pendelt sich dann bei 70 bis 72 Grad Celsius ein. HWiNFO meldet kein Thermal Throttling. Die Absenkung nach zwei Minuten geht auf das reguläre Power-Limit zurück, nicht auf die Temperatur. Außen am Gehäuse messen wir unauffällige 42 Grad Celsius.

VZMore AX9 Max – Lüftermodi im BIOS

VZMore AX9 Max – Lüftermodi im BIOS heise bestenlisten

Im Idle fällt der AX9 Max gar nicht auf, denn dort schaltet sich der Lüfter komplett ab. Unter Last messen wir am Gehäuse bis zu 39 dB(A) (A-bewertete Dezibel). Der AI X1 470 kam mit demselben Prozessor auf höchstens 30 dB(A). Das leichte Rauschen stört dabei kaum, wohl aber ein tieffrequentes Brummen. Es ist kein Kratzen oder Schleifen, sondern ein echtes Brummgeräusch. Steht der Mini-PC auf einem Tisch oder Regal, wirkt die Fläche als Resonanzkörper und verstärkt das Brummen deutlich. In dieser Form haben wir das bei noch keinem anderen Mini-PC erlebt. Im BIOS stehen die drei Lüftermodi „Silent“, „Normal“ und „Performance“ zur Wahl.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Vzmore AX9 Max installiert?

Auf dem AX9 Max ist Windows 11 Pro in Version 25H2 vorinstalliert. Bloatware gibt es nicht, der vollständige Scan mit Windows Defender findet keine Bedrohungen. Ein Aufkleber über den LAN-Buchsen rät, Windows während der Einrichtung keine Internetverbindung zu geben. So laden keine Updates im Hintergrund, die die Einrichtung verzögern. Wir richten das System mit einem lokalen Konto ein. Das Aptio-BIOS von AMI liegt in der frühen Version 0.13 vor, weitere Updates sind daher wahrscheinlich.

Ins BIOS gelangen wir über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows. Secure Boot ist ab Werk deaktiviert. Unter dem auf Ubuntu basierenden Zorin OS und unter Fedora funktionieren Auflösung, WLAN, Ethernet und Audio zuverlässig, auch das Aufwachen aus dem Stand-by klappt. Bluetooth funktioniert dagegen unter keiner der beiden Distributionen. Das überrascht, denn derselbe Mediatek MT7925 funkte im Minisforum AI X1 470 unter Ubuntu einwandfrei.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Vzmore AX9 Max?

Optisch und technisch erinnert der AX9 Max stark an den Geekom A9 Max (Testbericht). Beide haben fast dieselbe Grundfläche von 135 × 132 mm, nur ist der AX9 Max mit 57,7 mm gut 1 cm höher. Auch die Anschlüsse, der WLAN-Chip und die beiden M.2-Formate stimmen überein. Das deutet auf eine gemeinsame Plattform hin. Die Verarbeitung ist tadellos, der Metallrahmen wirkt sehr hochwertig. Der Mini-PC steht auf einem abgesetzten Kunststoffsockel und wiegt 780 g. Eine Vesa-Halterung samt Montageschrauben liegt bei, an der Seite sitzt ein Kensington-Schloss. Drei Aufkleber kleben auf dem Gerät, einer davon vorn über dem Einschaltknopf.

Wie beim A9 Max ist die Wartung umständlich. Die vier Gummiabdeckungen im Sockel sitzen plan versenkt, ohne Werkzeug wie einen Schlitzschraubendreher bekommt man sie nicht heraus. Die vier Schrauben darunter lösen sich problemlos mit einem gängigen Bit. Danach muss die Basiseinheit per Plektrum oder Hebelwerkzeug aus dem Metallrahmen. Das dauert im Test mehrere Minuten, denn ein Magnet zieht gelöste Seiten wieder zurück. Es folgt eine Zwischenebene aus Mesh mit vier weiteren Schrauben. Erst dann liegen RAM, beide SSD-Slots, WLAN-Modul und CMOS-Batterie frei. Für eine Lüfterreinigung muss sogar das Mainboard heraus. Das lösen andere Hersteller deutlich wartungsfreundlicher.

Preis: Was kostet der Vzmore AX9 Max?

Der Vzmore AX9 Max kostet bei Amazon 1549 Euro. Aktuell gibt es dort einen Coupon über 100 Euro, den man nur anwählen muss. Damit sinkt der Preis auf 1449 Euro. Daneben verkauft Vzmore den Mini-PC im eigenen Shop, laut Hersteller aus deutschem Versandlager. Erhältlich ist nur die Ausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB SSD, eine Barebone-Version gibt es nicht. Wegen der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher sind auch die Konkurrenten teurer geworden: Der Minisforum AI X1 470 kostet 1359 Euro, der Geekom A9 Max 1614 Euro.

Fazit

Der Vzmore AX9 Max zeigt, was im Ryzen AI 9 HX 470 steckt, wenn der Hersteller nicht beim RAM spart. Dank Dual-Channel-Bestückung liefert die Radeon 890M die beste Grafikleistung aller Mini-PCs mit diesem Chip, die wir bisher getestet haben. Die CPU-Leistung ist erstklassig, die Kühlung hält sie über Stunden konstant und ohne Drosselung. Das Metallgehäuse ist tadellos verarbeitet. Die Anschlüsse mit zweimal USB4, PD-in und zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports überzeugen.

Die Schwächen sind allerdings deutlich. Im Leerlauf bleibt der Mini-PC zwar lautlos, unter Last brummt der Lüfter aber tieffrequent, auf Tisch oder Regal sogar verstärkt. Die Wartung ist unnötig umständlich, unter Linux funktioniert Bluetooth nicht, und Oculink fehlt. Mit 1449 Euro (Rabatt-Coupon anwählen) ist der AX9 Max teuer. Er liegt rund 90 Euro über dem Minisforum AI X1 470. Der bietet zwar Oculink, liefert aber eine deutlich schwächere Grafikleistung. Der eng verwandte Geekom A9 Max kostet mit 1614 Euro sogar mehr und ist im Time Spy langsamer. Wer die Radeon 890M voll nutzen will, trifft mit dem AX9 Max die bessere Wahl. Insgesamt erhält er von uns vier von fünf Sternen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

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