Kölner Demo kurzfristig abgesagt: Tausende Menschen gehen bei Gen-Z-Protesten auf die Straßen

In Dutzenden StädtenTausende Menschen gehen bei Gen-Z-Protesten auf die Straßen
31.10.2026, 15:08 Uhr
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In etlichen Städten sind die ersten Demonstrationen im Rahmen der bundesweiten Jugendproteste angelaufen. Bisher bleiben die Teilnehmerzahlen aber hinter den Erwartungen zurück
Die bundesweiten Jugendproteste sind in den ersten Städten angelaufen. Unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main, Mainz, München, Nürnberg, Erfurt, Magdeburg, Dresden und Leipzig versammelten sich zum Protestauftakt am frühen Nachmittag jeweils mehrere hundert Menschen. In Berlin meldete die Polizei 2700 Teilnehmer, in München 1800 Teilnehmer, in Frankfurt am Main rund 1000 Teilnehmer.
Zu einem friedlichen Protest in mehr als 30 deutschen Städten hat die Initiative "Gen Z regelt" aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung.
Wie viele Menschen am Ende zu den angemeldeten Demonstrationen in 34 Städten kommen, ist offen. Auf der Homepage von "Gen Z regelt" konnte man mit einem einfachen Mausklick angeben, dabei sein zu wollen. Das hatten bis zum Protestbeginn 14 Uhr zwar mehr als 182.100 Menschen getan. Die in den Städten offiziell angemeldeten erwarteten Teilnehmerzahlen sind allerdings deutlich niedriger.
Aus Angst vor Ausschreitungen hatten viele Einzelhändler in den Innenstädten und vor allem in Luxus-Einkaufsstraßen größerer Städte vorsorglich ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadiert. Mancherorts blieben die Läden wegen des Reformationstages aber ohnehin geschlossen.
Die Organisatoren von "Gen Z regelt" rufen ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnen jede Form von Gewalt ab. Die Sicherheitsbehörden des Bundes hatten zuletzt keine weitergehenden Erkenntnisse zu Gewaltaufrufen oder geplanten gewalttätigen Ausschreitungen bei den Demonstrationen. Bei Jugendprotesten war es vor allem in Frankreich zu Ausschreitungen mit Gewalt, Plünderungen und Brandstiftung gekommen.
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