Mann stirbt nach Tankstellenstreit: Täter auf Flucht verunfallt?

- Bei einer tätlichen Auseinandersetzung an einer Tankstelle in Derendingen SO stirbt am Samstagabend ein Mann.
- Rund zehn Minuten später crasht ein Autofahrer in Subingen SO in einen Kreisel und wird mittelschwer verletzt.
- Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Kantonspolizei Solothurn.
Ein rotes Zelt bei einer Tankstelle in Derendingen SO markiert den Ort, an dem kurz zuvor noch Rettungskräfte um das Leben eines Mannes kämpften. Nur wenige hundert Meter entfernt steht auf der Luzernstrasse in Subingen SO ein komplett zerstörter Volvo, der beim Kreisel in mehrere Betonblöcke krachte. Ob zwischen den beiden Ereignissen ein Zusammenhang besteht, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

Nourdin Khamsi, Mediensprecher bei der Kantonspolizei Solothurn, bestätigt auf Anfrage lediglich den Sachverhalt. «Gegen 20.20 Uhr ist es bei der Tankstelle in Derendingen zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Ein Mann ist verstorben.» Beim Selbstunfall in Subingen sei rund zehn Minuten später ein Mann mittelschwer verletzt worden. «Er wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht», sagt Khamsi.
Die genauen Umstände des Delikts und des Unfalls seien Gegenstand laufender Ermittlungen. Untersucht werde auch, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen besteht. Die Polizei will im Verlauf des Sonntags in einer Medienmitteilung weiter informieren.
«Er verpasste ihm einen Schlag»
Ein News-Scout sagt: «Als ich in Derendingen bei der Tankstelle ankam, sah ich viele Polizisten. Eine Person lag regungslos auf dem Boden.» Zuvor sei es zu einem Streit gekommen: «Ein Mann stieg aus einem Auto und begann, mit der Person zu streiten. Daraufhin verpasste er ihr einen Schlag.» In der Folge sei der Mann gemäss Angaben des News-Scouts mit seinem Auto nach Subingen geflüchtet, wo er beim Kreisel einen Unfall baute.
Der News-Scout sei etwa eine halbe Stunde vor Ort geblieben, bevor er wieder nach Hause ging. Zu diesem Zeitpunkt seien die Einsatzkräfte immer noch vor Ort gewesen.
Daniel Krähenbühl (dk) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Er leitet das Regionennetzwerk mit Fokus auf Stadtpolitik, Kriminalität, Gesellschaft und Recherche.
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