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Tuesday, October 27, 2026

Geld ist es nicht: Forscher enthüllen den Schlüssel zum Glück

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Glück ist als stabiles Lebensgefühl die Verbindung zwischen innerer Zufriedenheit und emotionalem Wohlbefinden. Damit sich dieses Gefühl einstellt, sind mehrere Faktoren wichtig. Doch einer davon ist am bedeutsamsten, sind sich Glücksforscher einig.

Beziehungen zu anderen Menschen sind am wichtigsten, um Glück und Wohlbefinden im Leben zu spüren. Das ist das Resultat einer Zusammenarbeit von 13 internationalen Forschenden. Die Glücksforscher und -forscherinnen selbst gaben angesichts der Studienergebnisse an, mehr Zeit mit ihren Lieben verbringen zu wollen.

"Glück entsteht aus einem Zusammenspiel vieler Faktoren, aber wenn ich ein Geheimnis des Glücks benennen müsste, wären es wohl die Beziehungen zu anderen Menschen", sagte die Glücksforscherin Lara Aknin von der Simon Fraser University laut einer Mitteilung. Es sei von enormer Bedeutung nur eine einzige Person zu haben, auf die man sich verlassen könne. Je mehr Beziehungen und Gemeinschaften man haben, denen man sich zugehörig fühle, desto stärker werde auch dieses Wohlbefinden, erklärte Aknin weiter.

Weiterhin trägt sinnvolle Arbeit wesentlich zum Glück bei. Es entsteht durch Arbeit und Aktivitäten, die sich wertvoll anfühlen und mit den eigenen Werten übereinstimmen. Mehr Geld hingegen bedeutet nicht automatisch auch mehr Glück. Auch wenn finanzielle Sicherheit eine wichtige Grundlage für das Wohlbefinden bedeutet, hat das Einkommen, sobald die Grundbedürfnisse dadurch gedeckt sind, nur noch einen geringen Einfluss auf das Glücksempfinden.

Das Empfinden von Glück und Wohlbefinden im Leben wird von den Forschenden ausdrücklich als Prozess bezeichnet. Sie betonten, dass auch glückliche Menschen nicht ständig glücklich seien. Generell sei Glück nicht nur Menschen mit einem idealen Leben, perfekten Umständen oder einem angeborenen Optimismus vorbehalten. Vielmehr könne es durch bewusste Entscheidungen, Selbstwahrnehmung und Anpassungsfähigkeit entwickelt werden, auch wenn das Leben schwierig werde, so Aknin.

Glück kann durch bestimmte Gewohnheiten wachsen

In manchen Glücksmodellen wird davon ausgegangen, dass etwa 10 Prozent des Glücksgefühls auf die Lebensumstände zurückzuführen sind. Auf Dinge, die bedeutsam und relativ schwer zu verändern sind, wie Wohnort, Alter, Berufs oder Beziehungsstatus. Den Modellen zufolge könnten rund 40 Prozent des Glücksgefühls mit "freiwilligen Aktivitäten" oder der Art und Weise zusammen, wie man seine Zeit verbringt, zusammenhängen. Mehrere der Glücksforschenden gaben an, dass Glück durch bestimmte Verhaltensweisen wachsen kann. Dazu gehören:

  • Dankbarkeit auszudrücken

  • positive Erlebnisse zu genießen

  • in Beziehungen zu investieren

  • aufmerksamer zuzuhören

  • sich ehrenamtlich zu engagieren

  • sozial aktiver zu sein

"Das eröffnet vielen Menschen, die von Natur aus eher pessimistisch veranlagt sind, die Möglichkeit, wissenschaftlich fundierte Strategien wie Meditation oder Dankbarkeit anzuwenden, die ihnen helfen könnten, die Welt positiver zu sehen", erklärt Aknin, die die Studie zusammen mit Säde Stenlund von der Harvard University und Kelsey O'Connor vom Nationalen Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien Luxemburg verfasst hat. Die Ergebnisse wurden noch ungeprüft im "Journal of Happiness Studies" veröffentlicht.

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