Brics-Gipfel – Xi fordert mehr Engagement für Frieden im Nahen Osten

- In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi hat ein zweitägiger Gipfel der sogenannten Brics-Staaten begonnen.
- Indiens Premier Narendra Modi hat unter anderem den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping eingeladen. Geopolitische Fragen stehen im Fokus der Gespräche.
- Xi Jinping forderte beim Gipfeltreffen mehr Einsatz der Mitgliedstaaten für Frieden im Nahen Osten und in der Golfregion.
Das Treffen wird vom Krieg der USA und Israels gegen den Iran überschattet. Der chinesische Präsident Xi Jinping rief die führenden Schwellenländer dazu auf, im Krieg in Nahost eine Rolle als Friedensvermittler zu übernehmen. China werde dabei mit den anderen Mitgliedern der Staatengruppe zusammenarbeiten, sagte Xi laut dem chinesischen Staatssender CCTV in einer Rede.
Die Lage in der Region sei komplex und der Krieg füge den Völkern der Region schwere Verluste zu, sagte Xi. Er verwies zudem darauf hin, dass Machtpolitik zunehme, die internationale Ordnung herausgefordert werde und es mehr Defizite bei Frieden und Sicherheit gebe. Die Brics-Staaten müssten «auf der richtigen Seite der Geschichte» stehen, forderte er.
Gräben überwinden
In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Brics-Länder die am Nahostkonflikt beteiligten Parteien zu «maximaler Zurückhaltung» auf. Die Gruppe will ihre globale Bedeutung stärken und Gräben zwischen den Mitgliedstaaten Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) überwinden.
Ein Gipfel der Brics-Aussenminister im Mai war noch an den Differenzen zwischen den Führungen in Teheran und Abu Dhabi gescheitert. Die VAE hatten im August nach iranischen Raketenangriffen den Handels- und Finanzverkehr mit dem Iran eingestellt.
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Bild 1 von 6. In Neu-Delhi werden geopolitische Fragen verhandelt. Bildquelle: Reuters/Francis Mascarenhas.
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Bild 2 von 6. Ob eine gemeinsame Abschlusserklärung zustande kommt, ist offen. Bildquelle: Reuters/Bhawika Chhabra.
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Bild 3 von 6. Plätze und Strassen in Indiens Hauptstadt sind gesäumt von Militär und Polizei. Bildquelle: Keystone/ DIVYAKANT SOLANKI.
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Bild 4 von 6. Chinas Staatschef Xi Jinping wird vom indischen Premier Narendra Modi begrüsst (Bild auf Screen). Bildquelle: REUTERS/Bhawika Chhabra.
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Bild 5 von 6. Der iranische Präsident Masud Peseschkian schüttelt Hände nach seiner Ankuft am Freitag. Bildquelle: Reuters/Sahiba Chawdhary.
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Bild 6 von 6. Auch Kremlchef Wladimir Putin ist schon am Vortag angereist. Bildquelle: Reuters/Kazakov/Pool.
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Am Gipfel in Indien nehmen unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin, Chinas Staatschef Xi Jinping und der iranische Präsident Masud Peseschkian teil. Am Rande des Gipfels soll Xi auch bilaterale Gespräche mit Indiens Ministerpräsident Narendra Modi führen. Ein gesondertes Treffen von Putin und Xi ist dagegen nicht geplant.
Gegengewicht zu westlichen Allianzen
Die Brics-Gruppe wurde 2009 als Gegengewicht zu westlichen Bündnissen gegründet. Ihr Name leitet sich ab von den Anfangsbuchstaben der Gründungsmitglieder Brasilien, Russland, Indien und China sowie Südafrika, das später dazukam. Inzwischen gehören auch Ägypten, Äthiopien, Indonesien, der Iran und die VAE dazu.
Zusammen stehen die Staaten für mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und fast einen Viertel der globalen Wirtschaftskraft.
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