Gerüchte um den Kult-Agenten – Wann kommt endlich der neue James Bond?

Früher kam alle zwei bis drei Jahre ein neuer James-Bond-Film in die Kinos. Länger dauerte es manchmal, wenn der Darsteller wechselte. Der Übergang von Timothy Dalton zu Pierce Brosnan dauerte sechs, der von Brosnan zu Daniel Craig vier Jahre.
Diesmal ist vieles komplizierter.
James Bond ist dummerweise gestorben
Im bisher letzten 007-Film «No Time To Die» (2021) stirbt der martinischlürfende Superagent am Schluss. Da kann man nicht einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen.
Klar, die Macher könnten das Ende von Ian Flemings Bond-Roman «You Only Live Twice» übernehmen, in dem Bond am Ende für tot erklärt wird, aber noch lebt – allerdings ohne Gedächtnis. Wäre eine billige, aber einfache Lösung. Mittlerweile gibt es in Buch- und Comicform neue 007-Abenteuer, die in den 1950ern spielen, der Zeit, in der die Bond-Romane geschrieben worden sind. Ein neuer James-Bond-Film, der in der Vergangenheit spielt wäre auch eine Möglichkeit.
Amazon ist der neue Boss
Zur inhaltlichen Herausforderung kommt der Umstand, dass es der erste Bond-Film ist, bei dem nicht mehr die langjährige Produzentin Barbara Broccoli die kreative Kontrolle hat. Amazon hat neu die Rechte an 007, was den Entwicklungsprozess auch verzögert.
Dazu kommt: Ein James-Bond-Film ist immer ein Grossprojekt, vor allem wenn er auch Neustart der altgedienten Filmreihe sein soll. Die Kosten eines Abenteuers liegen bei um die 250 Millionen US‑Dollar. Da will man nichts überstürzen.
Immerhin: Regie und Drehbuch sind bereits prominent vergeben, mit Star-Regisseur Denis Villeneuve («Dune») und Autor Steve Knight («Peaky Blinders»). Bei der Wahl des Titelhelden braucht es aber Fingerspitzengefühl: George Lazenby, der Nachfolger des Ur-Bond Sean Connery, konnte sich nicht durchsetzen. Er kam gerade mal auf einen Film. Auch Roger Moores Ersatz Timothy Dalton war nach zwei Auftritten wieder weg.
Harry Styles ist raus
Wer der neue 007 wird, bleibt offen. Drehbuchautor Steven Knight deutete gerade in einem Radio-Interview bei der BBC an, dass der Darsteller feststehe. Gary Oldman brachte seinen Kollegen Jack Lowden ins Spiel, mit dem er in der Agenten-Serie «Slow Horses» zusammenarbeitet.
Die Medienplattform «Knight Edge Media» behauptet, dass Prominente, wie Harry Styles («Don’t Worry Darling») oder Jacob Elordi («Frankenstein») aus dem Rennen seien. Länger gehandelt wird schon Callum Turner («Fantastic Beasts»), der Ehemann von Popstar Dua Lipa.
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Bild 1 von 3. Einer der möglichen Kandidaten, Jack O'Connell, hat die Bondbekleidung schon mal ausprobiert. Bildquelle: IMAGO / ABACAPRESS.
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Bild 2 von 3. Auch Callum Turner ist Fan des grossen Auftritts. Hier mit Ehefrau Dua Lipa. Bildquelle: Imago/Avalon.red.
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Bild 3 von 3. Oder wird Jack Barton («Heartstopper») womöglich Daniel Craig beerben? Bildquelle: Getty Images/Jed Cullen/Dave Benett.
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Neuere Kandidaten sind die eher unbekannten Schauspieler Jack O’Connell («Ink») und Jack Barton («Heartstopper»). Was spannend ist: Beide spielen in der Serie «SAS: Rogue Heroes» mit. Da geht es um eine britische Spezialeinheit im Zweiten Weltkrieg. Und wer hat die geschrieben? Steve Knight, der das Drehbuch des neuen Bond verfasst. Das heizt Spekulationen an: Erhöht es die Chancen von O’Connell oder Barton?
Sieben Jahre Pause
Bis der Herd in der Gerüchteküche ausgestellt wird und klar ist, was auf den Tisch kommt, dauert es nicht mehr lange: Wahrscheinlich wird noch dieses Jahr entschieden, wer in die Fussstapfen von Connery, Moore und Craig tritt.
Denn die einzige Konstante bei den ganzen Spekulationen, sind die Behauptungen, dass der Drehstart nächstes Jahr sein soll. 2028 soll der Geheimagent wieder auf die Leinwand zurückkehren.
Das wäre dann sieben Jahre, nachdem ein Schauspieler zuletzt «Mein Name ist Bond, James Bond» auf der Leinwand gesagt hat. Sieben wie in 007. Das passt.
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