«Das nervt»: Metalband Kreator wird ständig von Creators verlinkt

- Die deutsche Metalband Kreator wird auf Social Media regelmässig von Creators verlinkt.
- Die Creators verwechseln den Band-Account offenbar mit einer offiziellen Anlaufstelle für Content Creators.
- Sänger Mille Petrozza ist von den Verlinkungen und Collab-Anfragen genervt.
Die Band Kreator stammt aus Essen (D) und macht Thrash-Metal. Das heisst: besonders schnelle und aggressive Heavy-Metal-Musik. Mit der Glitzerwelt vieler Creators haben Sänger und Gitarrist Miland «Mille» Petrozza und seine Kollegen wenig am Hut. Trotzdem werden sie von diesen auf Social Media regelmässig verlinkt. Auch Collab-Anfragen trudeln regelmässig ein. «Das nervt», sagt Petrozza im Interview mit der «Zeit». «Ich fände es ganz gut, wenn die endlich mal mit ihren Anfragen aufhören würden.»
«Kreator hat mit dem Berufsbild des Creators nichts zu tun»
Dass es diese laut Petrozza einseitige Beziehung überhaupt gibt, erklärt sich der 58-Jährige mit dem Namen seiner Band. «Diese Creator kommen vor allem aus dem asiatischen Raum, aus Indonesien und so, und denken offenbar, wenn ein Account ‹Kreator Official› heisst, dann ist das so was wie der offizielle Account für alle Creators weltweit, wo man sich verlinken muss, um ein offizieller Creator zu sein.» Das sei ein Missverständnis. Ein leidiges. Kreator mit «K» habe mit dem heutigen Berufsbild des Creators nichts zu tun.
Creators sind «die, die da im Netz sehr viel machen»
Besonders nervt es ihn, dass sich immer mehr Creators «auch mit ‹K› schreiben, also ‹Kreatoren›». Wäre das nicht der Fall, «wäre es mir eigentlich egal», die Verwechslungsgefahr sei dann ja nicht so gross. Petrozza bezeichnet die Creators, die seine Band verlinken, im Gespräch mit der «Zeit» als «die, die da im Netz sehr viel machen». Was genau das sei, könne er nicht sagen. «Ich spreche ja die Sprachen von denen nicht.» Auch scheint er die Kontakt aufnehmenden Accounts nicht näher zu studieren, was immerhin eine Gemeinsamkeit wäre. Denn würden die «ausländischen Creators» einmal den Instagram-Account der Band besuchen, wüssten sie, was Sache ist.
Hörst du die Musik von Kreator?
Die Idee mit dem «K» kam von der Plattenfirma
Petrozza ist heute froh, dass er und seine Bandkollegen sich in den 1980er-Jahren für das «K» am Anfang entschieden haben. Die Idee dazu sei damals von ihrer Plattenfirma gekommen, «weil das doch origineller wäre». Sie liessen sich überzeugen. «Gott sei Dank!» Schliesslich werde der Begriff «Creator» heute inflationär gebraucht.
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Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.
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