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Thursday, October 1, 2026

So tracken uns unsere Autos: Studienergebnisse von 21 PKWs

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Moderne vernetzte Fahrzeuge sowie dazugehörige Apps sammeln per Mobilfunk- oder GPS-Verbindung Daten über ihre Nutzer. Was mit diesen Daten passiert, bleibt aber weitgehend im Dunkeln. Gemeinsam mit der Verbraucherorganisation Consumer Reports haben Forscher der Northeastern University im US-Bundesstaat Massachusetts die Datenströme jetzt genauer unter die Lupe genommen.

Im Rahmen einer entsprechenden Studie wurden 21 moderne Pkw von 17 Herstellern wie GM, Ford, Rivian, Tesla und Toyota sowie 30 Begleit-Apps untersucht. Ziel war es, die datenschutzrechtlichen Auswirkungen des Ökosystems vernetzter Fahrzeuge zu verstehen, so die Forscher.

Der Analyse zufolge stellten 19 der 21 Fahrzeuge mindestens eine Verbindung zu einem Drittanbieter her. Sieben der 30 untersuchten Apps gaben zudem sensible Daten an Tracking- und Marketingfirmen weiter, darunter die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, E-Mail-Adressen und Telefonnummern und präzise Ortsdaten.

Oft gingen die Datenübertragungen noch weiter, indem verschiedene Arten von Informationen an denselben Drittanbieter übermittelt worden seien, wie Techcrunch schreibt. Dies ermöglicht es Werbetreibenden, detaillierte Profile der Nutzer zu erstellen – und diese etwa an Versicherungen oder Banken weiterzuverkaufen. Auch Staaten haben ein großes Interesse an diesen Daten – ICE in den USA nutzt zum Beispiel solche Datensätze, um Migraten ausfindig zu machen und abzuschieben.

Als besonders datenhungrig erwiesen sich die Fahrzeuge, wenn die Forscher sie mit der zugehörigen App verbanden. In diesem Fall verdoppelte sich die Weitergabe der Daten an externe Dritte. Die Daten gingen zum großen Teil an Tech-Konzerne wie Amazon, Google, Meta, Microsoft, Pinterest, Snap oder Yahoo.

Mit den Ergebnissen konfrontiert, wiesen fast alle Hersteller die Verantwortung von sich. Stattdessen schoben sie sie auf die Verbraucher, wie es bei Consumer Reports heißt. Lediglich Honda wies seinen Dienstleister Amplitude nach Bekanntwerden der Ergebnisse an, alle übermittelten Geolokalisierungsdaten zu löschen und künftig auf deren Sammlung zu verzichten.

Teslas Model 3 und Cybertruck führen derweil das Ranking deutlich an, wenn es um die Zahl der Verbindungen zu Werbe- und Trackingfirmen geht. Darüber hinaus ist es für Fahrer eines Teslas kaum möglich, diese Datenströme zu unterbinden.

Laut Consumer Reports erhalten Nutzer, die die entsprechende Datenvereinbarung ablehnen wollen, die Warnung, dass ihr Fahrzeug im schlimmsten Fall nicht mehr fahren könnte. Den Forschern zufolge ist den meisten Pkw-Besitzer aber ohnehin nicht klar, welche Rechte sie den Herstellern beim Akzeptieren entsprechender Vereinbarungen einräumen.

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