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Monday, September 14, 2026

Bedingungen für Übernahme: Klingbeil zieht bei Treffen mit Unicredit rote Linien

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Bedingungen für ÜbernahmeKlingbeil zieht bei Treffen mit Unicredit rote Linien

14.09.2026, 21:02 Uhr

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Die Unicredit, die vor rund zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen war, wirbt seit langem um eine Übernahme des Frankfurter Dax-Konzerns. (Foto: picture alliance/dpa)

Eine Übernahme der Commerzbank rückt näher, doch die Politik bremst. Bei einem ersten Gespräch verlangt Finanzminister Klingbeil Garantien für Jobs und den Standort Frankfurt. Als zweitgrößter Aktionär hat die Bundesregierung beim Milliarden-Poker ein entscheidendes Wort mitzureden. 

Finanzminister Lars Klingbeil pocht im Ringen um eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit auf eine Reihe von Bedingungen. "Wir erwarten, dass die Commerzbank eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleibt und ihr starkes Mittelstandsgeschäft fortsetzt - sowohl in Deutschland als auch international", erklärte der SPD-Chef und Vizekanzler nach einem Gespräch mit Unicredit-Chef Andrea Orcel in Berlin.

Die Bank müsse ihre wichtige Rolle für die Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstands weiter erfüllen können. Außerdem, so betonte Klingbeil, stehe die Bundesregierung an der Seite der mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank.

Orcel sprach von einem guten und konstruktiven ersten Gespräch, dem zeitnah weitere folgen sollten. "Nun liegt es an beiden Seiten, dieses erste Gespräch zu reflektieren, damit wir einen Weg finden können, der den Interessen aller Stakeholder und Anteilseigner bestmöglich gerecht wird", erklärte er.

Die Unicredit, die vor rund zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen war, wirbt seit langem um eine Übernahme des Frankfurter Dax-Konzerns und hat sich den Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile gesichert. Der Bund, der die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuermilliarden gerettet hat, hält noch gut 12 Prozent an der Commerzbank und ist damit zweitgrößter Aktionär. Bei einer möglichen Übernahme kommt der Regierung daher eine wichtige Rolle zu.

Orcel sieht bei einer Übernahme der Commerzbank Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Er will zudem das Auslandsnetz der Commerzbank beschneiden. Bei der Commerzbank herrschen Sorgen vor einem Kahlschlag. Zudem gibt es in Frankfurt Befürchtungen, dass die Commerzbank perspektivisch mit der HVB verschmolzen werden könnte und dann auch München als Hauptsitz infrage käme.

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