"Höre auf - aber nicht jetzt": Formel-1-Methusalem Alonso fährt unverdrossen weiter

Seit dem Jahr 2001 fährt Fernando Alonso in der Formel 1 - und hat auch mit 45 Jahren noch nicht genug von der Königsklasse. Der Spanier sitzt auch kommendes Jahr im Aston Martin.
Obwohl er kommendes Jahr bereits 46 Jahre alt wird, setzt der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso seine Karriere in der Rennsport-Königsklasse bei Aston Martin fort. Das gab der Spanier in einem Video auf den Sozialen Kanälen des britischen Rennstalls bekannt. Wie lange Alonso verlängert, verriet Aston Martin nicht, sein altes Arbeitspapier wäre Ende des Jahres abgelaufen.
"Ich habe etwas Zeit gebraucht, um mir im Klaren zu werden: Ich werde zurücktreten - aber noch nicht jetzt", sagte Alonso nach einer dramaturgischen Pause: "Ich fühle mich immer noch schnell, motiviert, ich habe eine riesige Leidenschaft für die Formel 1 und den Sport. Ich bin so glücklich, in der höchsten Klasse anzutreten - das ist mein Leben."
Aston Martin teilte zugleich mit, dass auch der Kanadier Lance Stroll 2027 im Cockpit sitzt. Anders als bei Alonso, der sich mit seiner Entscheidung viel Zeit ließ, stand dies de facto seit langem fest. Stroll ist der Sohn des Rennstall-Eigners und Milliardärs Lawrence Stroll - und somit praktisch unkündbar.
Alonso fährt seit dem Jahr 2001 in der Formel 1, bestritt bis dato 440 Grands Prix. Er startete seine Karriere beim Hinterbänkler-Team Minardi, wo er trotz unterlegenen Autos immer wieder auf sich aufmerksam machte. 2003 wechselte der Asturier zu Renault - sein Aufstieg zu einem der besten Formel-1-Piloten der jüngeren Geschichte begann. In der Saison 2005 beendete Alonso die Herrschaft von Michael Schumacher und Ferrari, ein Jahr später verteidigte er den Titel in einem spannenden WM-Kampf gegen den legendären Deutschen.
Später ging Alonso zu McLaren-Mercedes, wo er sich mit dem aufstrebenden Lewis Hamilton 2007 ein erbittertes Stallduell lieferte. Nach nur einer Saison "flüchtete" er zurück zu Renault, 2010 wechselte der Spanier zu Ferrari. Mit der Scuderia blieb der erhoffte Titel aus, 2010 und 2012 reichte es für Alonso hinter Red-Bull-Mann Sebastian Vettel nur zur Vize-Weltmeisterschaft. Seit 2023 fährt Alonso für Aston Martin, wo er nach einem starken Premierenjahr inzwischen der Spitze weit hinterherfährt. Seine Hoffnungen ruhen auf Design-Guru Adrian Newey, der seit Jahresbeginn als Teamchef bei Aston Martin fungiert.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.