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Tuesday, October 13, 2026

Rotes Herz aus Turin: Alfa Romeo zeigt in Paris seine künftige Designsprache

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Alfa Romeo hat auf dem Pariser Autosalon 2026 das Konzeptfahrzeug Cuorerosso enthüllt. Das 2+2-Coupé soll Gran-Turismo-Elemente mit der Präsenz eines Supersportwagens verbinden. Die Studie ist 4,70 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,33 Meter hoch, der Radstand beträgt 2,93 Meter. Als Gewicht nennt die Marke unter Führung von Stellantis 1750 Kilogramm, allerdings ohne Messmethode. Den Luftwiderstandsbeiwert gibt Alfa Romeo mit Cx 0,28 an. Dazu tragen vor allem das Abrissheck, die „Coda Tronca“, und ein niedriger, in die Karosserie integrierter Diffusor bei.

Entworfen hat das Konzept das Centro Stile in Turin. Die dahinterstehende Designphilosophie nennt Alfa Romeo „Bellezza Necessaria“, also „notwendige Schönheit“ im Sinne von Schönheit, die notwendigerweise entsteht, wenn Überflüssiges wegfallen, Form und Funktion sich gegenseitig bedingen sollen. Alfa-Romeo- und Maserati-Chef Santo Ficili spricht von einer Zukunft, die „unterschiedlichen Antriebslösungen offensteht und in der Technologie, Funktion und Qualität stets im Dienst von Emotionen und Fahrfreude stehen“. Alfa Romeo bezeichnet das Fahrzeug als Designmanifest für künftige Modelle, einen konkreten Serienwagen soll es ausdrücklich nicht vorwegnehmen.

Die Präsentation bleibt daher vage. Alfa Romeo spricht von einer Multi-Energy-Strategie mit vollelektrischen, Plug-in-Hybrid-, Mildhybrid- und Vollhybridantrieben. Künftige Modelle sollen bis zu 4,7 Meter lang werden, auch Quadrifoglio-Versionen seien denkbar. Die englische Fassung der Mitteilung spricht von flexiblen „Multi-Energy-Architekturen“ im Plural. Eine Plattformbezeichnung fehlt jedoch. Laut Produktchef Daniele Chiari steht die Studie selbst auf der Giorgio-Plattform von Giulia und Stelvio. Ein Serienmodell müsse diese aber nicht übernehmen. Offen sind auch Spannungsebene, Batteriegrößen, Ladeleistung und Reichweiten. Ob alle vier Antriebsarten auf derselben Plattform entstehen oder auf verwandten Varianten, sagt Alfa Romeo nicht.

Alfa Romeo Cuorerosso (5 Bilder)

Die Studie Alfa Romeo Cuorerosso steht unter dem altbekannten Bauhaus-Motto „Form folgt Funktion“. (Bild:

Alfa Romeo

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Als mögliche Spitzenmotorisierung nennt der Hersteller einen 2,9-Liter-V6 als Vollhybrid mit Q4-Allradantrieb. Dazu gehören eine Wandlerautomatik und eine Kardanwelle aus Kohlefaser, Letztere möglicherweise ein Hinweis auf eine Transaxle-Anordnung. Systemleistung, Verbrauch und CO₂-Ausstoß nennt Alfa Romeo nicht. Unklar bleibt auch, wo der Elektromotor sitzt und wie groß die Batterie wäre. Zum Vergleich: In den aktuellen Quadrifoglio-Versionen von Giulia und Stelvio leistet der 2,9-Liter-V6-Biturbo 520 PS. Die Elektrifizierung stellt Alfa Romeo vor allem als Mittel für mehr Fahrspaß dar. Für das Fahrwerk bringt Alfa Romeo eine Luftfederung und eine Keramikbremsanlage von Brembo mit eigens gestalteten Bremssätteln ins Spiel. Ob die teuren Komponenten in Serie gehen, ist offen. Keramikbremsen sparen ungefederte Masse und können so zu Grip und Komfort beitragen.

Im Cockpit kombiniert Alfa Romeo Berührungsflächen mit physischen Bedienelementen. Das „Magma Display“ auf der Mittelkonsole vereint eine Touchoberfläche mit Drehknopf, Fahrmoduswahl und Kippschaltern. Das Lenkrad arbeitet per Steer-by-Wire, soll aber haptisch und akustisch Rückmeldung geben. Die Instrumenteneinheit „Cannocchiale Vivente“ zeigt im Modus „Immersivo“ zwei getrennte Anzeigeelemente. Im Modus „Concentrato“ rücken diese zu einer zentralen Anzeige zusammen. Je sportlicher gefahren wird, desto weniger Informationen sollen erscheinen. Als Fahrmodi sind Cruise, Sport und Quadrifoglio vorgesehen. Weiterentwickeln ließe sich das Konzept laut Alfa Romeo mit dem STLA SmartCockpit von Stellantis.

Alfa Romeo Cuorerosso int (3 Bilder)

Blick ins Cockpit, das man sich – abgesehen vom Lenk„rad“ – so in Serie vorstellen könnte. (Bild:

Alfa Romeo

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Wohin die Reise geht, erklärte Ficili in einem Interview mit Quattroruote. Das erste von Cuorerosso inspirierte Serienmodell soll Anfang 2028 erscheinen. Es handelt sich nicht um ein Coupé, sondern um ein SUV am oberen Ende des C-Segments. Ficili bezeichnet es als Tonale-Nachfolger, der jedoch deutlich anders ausfallen werde. Später soll ein Modell mit dem internen Namen Giulietta Gestaltungselemente übernehmen. Es soll ausdrücklich kein SUV werden.

Für Giulia und Stelvio gibt es dagegen noch keinen Plan. Das frühere, rein elektrisch ausgelegte Nachfolgeprojekt hat Alfa Romeo laut Ficili aufgegeben. Die aktuellen Modelle sollen bis Ende 2027 weiterlaufen. Erst danach will die Marke über die Zukunft im D-Segment entscheiden. Preise oder Verfügbarkeiten für Deutschland nennt Alfa Romeo zum Cuorerosso erwartungsgemäß nicht.

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