ESPN DeportesA 10 años del Chile 7-0 México, ¿qué ha pasado en el futbol mexicano?Bollywood HungamaAnushka Sharma and parents invest Rs 25.8 crores in two apartments at Mumbai’s Godrej Skyshore: ReportDaily MaverickCRÉATION AFRICA: Fashioning modern magic from deep heritage rootsThe Jerusalem PostSmotrich: ‘Voluntary migration’ of Gazans to Muslim countries ‘is not racism’InquirerSara Duterte: Mom prefers Baste for national politicsESPNKiribati races to make the World Cup -- before the country disappears beneath the PacificThe Hollywood ReporterSteven Spielberg Returns to ‘Transformers’ Franchise, Michael Bay in Talks to Direct for ParamountZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFAntara NewsIndonesia seeks to utilize degraded land for biofuel productionIl Fatto Quotidiano“Su Almasri Bartolozzi ha deciso tutto, doveva essere indagata”: alla Consulta il match sullo scudo all’ex zarina di NordioFootball ItaliaItaly guaranteed top seed status for EURO 2028 draw3DNewsПоследняя часть 8500-тонного пазла: термоядерный реактор ITER получил девятый сектор плазменной камеры
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, October 6, 2026

Innere Uhr und Gesundheit: Nachteulen droht häufiger das vorzeitige Job-Aus

Translate

Innere Uhr und GesundheitNachteulen droht häufiger das vorzeitige Job-Aus

06.10.2026, 15:41 Uhr

00:00

05:46

452744224
Wer erst spät müde wird, aber wegen der Arbeit früh aufstehen muss, schläft häufig zu wenig. (Foto: picture alliance / Shotshop)

Nachteulen leben oft gegen ihren natürlichen Rhythmus. Das hat einer neuen Langzeitstudie zufolge gesundheitliche Folgen: Nachtaktive scheiden häufiger vorzeitig aus dem Berufsleben aus als Frühaufsteher. Die Ursachen dafür sind allerdings vielschichtig.

Für einige Menschen beginnt die produktivste Zeit des Tages erst spät am Abend. Während andere längst müde sind, laufen sie zur Hochform auf. Am nächsten Morgen fällt dafür das Aufstehen besonders schwer - erst recht, wenn der Arbeitstag schon früh beginnt. Dass die innere Uhr und feste Arbeitszeiten nicht immer zusammenpassen, ist bekannt. Doch die Folgen könnten weitreichender sein als bisher gedacht. Eine finnische Langzeitstudie zeigt nun: Ausgesprochene Nachteulen erhalten deutlich häufiger eine Erwerbsminderungsrente als Frühaufsteher. Ihr Risiko war demnach sogar um rund 70 Prozent erhöht.

Für die im Fachjournal "Occupational & Environmental Medicine" veröffentlichte Studie werteten Forschende der Universität Oulu die Daten von 5679 Menschen aus. Alle waren 1966 in Nordfinnland geboren worden und waren zum Zeitpunkt der Befragung im Jahr 2012 46 Jahre alt. Für die Studie sollten sie damals Fragen zu ihren Schlafgewohnheiten beantwortet. Dabei ging es etwa darum, wann sie sich besonders leistungsfähig fühlten, wie müde sie morgens waren und zu welchen Tageszeiten sie am liebsten arbeiteten.

Anhand ihrer Antworten ordneten die Forschenden die Teilnehmenden verschiedenen sogenannten Chronotypen zu. Dieser Begriff beschreibt, wann ein Mensch aufgrund seiner inneren Uhr von Natur aus bevorzugt schläft und wach ist. Die meisten Menschen liegen irgendwo zwischen Morgen- und Abendtyp. Etwa zehn Prozent der untersuchten Männer und zwölf Prozent der Frauen gehörten zu den ausgeprägten Abendtypen - also den Nachteulen.

Anschließend glich das Team die Angaben mit nationalen Rentenregistern ab. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren, bis Ende 2023, erhielten insgesamt 384 Teilnehmende erstmals eine Erwerbsminderungsrente. In Finnland wird diese bei einer erheblichen, längerfristigen gesundheitlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gewährt. Berücksichtigt wurden vollständige und teilweise sowie befristete und dauerhafte Leistungen.

Wenn die innere Uhr nicht zum Arbeitsalltag passt

Das Ergebnis: Bei den Männern mit ausgeprägtem Abendrhythmus erhielten 8,3 Prozent im Untersuchungszeitraum eine entsprechende Rente. Bei den Morgenmenschen waren es lediglich 5,0 Prozent. Unter den Frauen lag der Anteil bei den Abendtypen bei 12,1 Prozent, unter den Morgentypen dagegen bei 7,2 Prozent.

Unter Berücksichtigung des Zeitpunkts, zu dem die Rente bewilligt wurde, ergab sich für Nachteulen beider Geschlechter eine um rund 70 Prozent höhere Rate. Der Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn die Forschenden Unterschiede bei Bildung, Beruf und anderen sozioökonomischen Merkmalen berücksichtigten.

Die Abendtypen hatten laut Studie bereits zu Beginn der Untersuchung im Durchschnitt eine schlechtere Gesundheit, häufiger Schlafprobleme und waren körperlich weniger aktiv. Als die Forschenden auch den Gesundheitszustand, das Körpergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum und Bewegung in ihre Berechnungen einbezogen, wurde der Zusammenhang deutlich schwächer. "Die allgemein schlechtere Gesundheit von Abendtypen ist unserer Ansicht nach die wahrscheinlichste Erklärung für das erhöhte Risiko", sagt Studienleiter Tapio Räihä von der Universität Oulu dem Wissenschaftsportal "Sciencealert".

Eine mögliche Erklärung dafür sehen die Forschenden im sogenannten sozialen Jetlag. Damit ist der Konflikt zwischen der natürlichen inneren Uhr und den gesellschaftlich vorgegebenen Zeiten gemeint. Wer erst spät müde wird, aber wegen der Arbeit früh aufstehen muss, schläft häufig zu wenig. Am Wochenende wird dann länger geschlafen, um das Defizit auszugleichen. Der Schlafrhythmus verschiebt sich also immer wieder, ähnlich wie bei Reisen durch verschiedene Zeitzonen.

Sozialer Jetlag wird langfristig zum Problem

"Weil Abendtypen nur schwer früh einschlafen können, sammeln sie während der Arbeits- und Schulwoche meist mehr Schlafdefizite an als andere", erklärt Räihä. Zusammen mit der gestörten inneren Uhr könne dieser soziale Jetlag langfristig gesundheitliche Probleme begünstigen. Besonders schwierig werde es, wenn die beruflichen Anforderungen dauerhaft nicht zum natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus passen. Viele Nachteulen arbeiten dennoch zu den üblichen Tageszeiten, obwohl sie morgens häufig weniger leistungsfähig sind.

Allerdings lässt sich aus der Untersuchung nicht ableiten, dass spätes Einschlafen in jedem Fall zu gesundheitlichen Problemen oder einer früheren Erwerbsminderung führt. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, die lediglich Zusammenhänge aufzeigen kann. Hinzu kommt, dass Gesundheitszustand, Schlafgewohnheiten und Arbeitsbedingungen nur zu Beginn erfasst wurden. Ob und wie stark sie sich in den folgenden zwölf Jahren veränderten, blieb unberücksichtigt.

Trotzdem legen laut den Forschenden die Ergebnisse nahe, dass sich Arbeitgeber stärker an den unterschiedlichen inneren Uhren ihrer Beschäftigten orientieren könnten. Flexible Arbeitszeiten könnten eine Möglichkeit sein, den sozialen Jetlag zu verringern. Ob dadurch tatsächlich gesundheitliche Probleme oder vorzeitige Erwerbsminderungen verhindert werden können, müssten weitere Untersuchungen herausfinden, so die Autoren.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.

Innere Uhr und Gesundheit: Nachteulen droht häufiger das vorzeitige Job-Aus — KioskNews