News kompakt: Papst Leo XIV. braucht keine weitere Krebsbehandlung
Der bei einer Operation entfernte Krebs in der Lunge von Papst Leo XIV. hat nicht gestreut. Es sei keine weitere Krebsbehandlung erforderlich, teilte der Vatikan unter Berufung auf die behandelnden Ärzte mit. Die finalen Untersuchungen des entnommenen Gewebes hätten bestätigt, dass die Erkrankung lokal begrenzt war.
Dem Oberhaupt der katholischen Kirche waren am Dienstag vergangener Woche ein bösartiger Tumor und ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden. Der 71-Jährige war schon am Samstag aus dem Krankenhaus in Rom in den Vatikan zurückgekehrt und hatte bereits am Sonntag einen ersten öffentlichen Auftritt. Mit der aktuellen Diagnose dürfte der geplanten Südamerikareise des Papstes nach Uruguay, Argentinien und Peru im November aus medizinischer Sicht nichts mehr im Wege stehen.
Gravierende Schwachstelle: Anbieter drosseln Internetseiten
Die schwerwiegende Sicherheitslücke bei der Programmiersprache PHP hat weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken gebracht. Wegen eines dringend empfohlenen Updates sind viele Internetangebote zeitweise nicht erreichbar. Sicherheitsexperten hatten die Schwachstelle als hochkritisch eingestuft. Auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlug Alarm und gab eine offizielle Cybersicherheitswarnung heraus.

Durch die bisherige Sicherheitslücke bei PHP ist es Kriminellen möglich, die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, sensible Daten abzugreifen und Cyberattacken zu starten. Für normale Internetnutzer besteht kein Handlungsbedarf, da die Sicherheitslücke nicht Endgeräte wie PCs und Handys betrifft.
Russland: Unterschiedliche Signale nach Witkoff-Besuch
Russland hat sich nach einem Treffen von Präsident Wladimir Putin mit dem US-Gesandten Steve Witkoff ablehnend zu Plänen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gezeigt. Die von Witkoff übermittelten Vorschläge der Europäer und der Ukraine enthielten "nicht viel Substanz", sagte Kreml-Berater Juri Uschakow nach der Begegnung in Sankt Petersburg. Zugleich machte Uschakow deutlich, dass die Regierung in Moskau "im Prinzip" bereit sei, Mitte November Verhandlungen mit der Ukraine und den USA wieder aufzunehmen. Diese sollten sich auf Sicherheitsgarantien für Russland und die Ukraine nach einem Ende des Konflikts konzentrieren.

Solche Gespräche gab es zuletzt im Februar. Dem Kreml zufolge laufen außerdem Vorbereitungen für ein Dreiertreffen zwischen Putin, US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Ziel sei es, ein solches Treffen am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) Mitte November in der chinesischen Stadt Shenzhen abzuhalten.
Konsequenzen nach Krawallen in Frankreich
Nach den gewalttätigen Protesten im ganzen Land beschäftigt sich die Politik in Frankreich mit den möglichen Folgen. In der Hauptstadt Paris kommen an diesem Donnerstag Präsident Emmanuel Macron und Regierungschef Sébastien Lecornu mit Ministern und Geheimdienstvertretern zusammen, um über die Ereignisse vom vergangenen Wochenende zu sprechen. Macron kündigte eine "detaillierte Bestandsaufnahme" an. Es sei notwendig, Transparenz darüber zu schaffen, was geschehen sei.

In Paris und vielen anderen Städten war es am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungswesen zu massiven Ausschreitungen gekommen. Zahlreiche Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen sowie Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion wurden zuletzt in einigen Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt. Am kommenden Wochenende wird es voraussichtlich zu neuen Protesten in Frankreich kommen.
Annäherung der Westbalkan-Staaten an die EU
Deutschlands Kanzler Friedrich Merz nimmt an diesem Donnerstag am jährlichen Gipfeltreffen des sogenannten Berlin-Prozesses in Montenegro teil. Merz und andere europäische Spitzenpolitiker wollen dort mit Vertretern der Westbalkanstaaten zusammenkommen, um über deren weitere Annäherung an die Europäische Union zu beraten. Dabei geht es um Themen wie Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit.
Deutschland hatte den Berlin-Prozess 2014 initiiert. Zum Westbalkan gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Staaten bewerben sich um eine Mitgliedschaft in der EU.
Messe "Spiel Essen" startet
Weit über 200.000 Spiele-Fans werden in der westdeutschen Stadt Essen erwartet. Dort startet an diesem Donnerstag die Messe "Spiel Essen". Die Ausstellung ist nach Angaben der Veranstalter die weltgrößte Publikumsmesse für Brettspiele. Diesmal kommen für die vier Tage fast 1000 Aussteller aus 53 Ländern nach Essen. Die Spielehersteller und Erfinder wollen rund 1800 Neuheiten zeigen. Alle Spiele dürfen getestet werden.

Mit dem alljährlich vergebenen Deutschen Spiele Preis wird in Essen diesmal "Artengarten" von Mathias Wigge ausgezeichnet. Ziel des Brettspiels für bis zu fünf Teilnehmer ist es, unter Artenschutzaspekten einen wissenschaftlich geführten Zoo zu bauen.
AR/gri (afp, dpa, rtr, epd, kna)
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