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Wednesday, October 28, 2026

ESA-Sonde Hera hat ihre Doppelasteroiden erstmals getrennt fotografiert

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Die europäische Weltraumsonde Hera hat erstmals ein Foto aufgenommen, auf dem ihr Reiseziel in Form der Doppelasteroiden Didymos und Dimorphos getrennt voneinander auszumachen ist. Das hat die Europäische Weltraumagentur mitgeteilt, gelungen ist das Foto demnach schon am 18. Oktober aus einer Distanz von 1280 Kilometern mit der Asteroid Framing Camera. Zu erkennen ist mit Didymos zum einen deutlich der größere der beiden, erstmals auszumachen ist als Bildpunkt aber auch der kleinere Asteroidenmond Dimorphos. Er misst nur 151 Meter, Didymos immerhin 780. Aufgenommen wurde das Foto zwischen mehreren Bremsmanövern, seit denen sich die Sonde in Bezug auf die Asteroiden nur noch mit einer relativen Geschwindigkeit von 20 m/s bewegt. Ankommen soll sie am 4. November, erste detaillierte Bilder von Dimorphos will die ESA am 25. November veröffentlichen.

Hera soll bei Didymos und Dimorphos herausfinden, welche Folgen die erste gezielte Änderung der Sonnenumlaufbahn eines Himmelskörpers durch die Menschheit hatte. Für die hat die NASA-Sonde Dart (Double Asteroid Redirection Test) am 27. September 2022 gesorgt, als sie in den Asteroidenmond Dimorphos gerast ist. Durch die Kollision hat sich in der Folge nicht nur die Bahn der beiden Asteroiden umeinander, sondern auch ihr Sonnenorbit verändert. Mit dem Experiment sollte ausprobiert werden, ob sich solch eine gezielte Bahnänderung als Methode eignet, um potenziell gefährliche Asteroiden von einem Kollisionskurs mit der Erde abzulenken. Hera wurde 2024 gestartet, um zu erforschen, was die zerstörte Dart-Sonde darüber nicht mehr herausfinden konnte.

Noch im November soll Hera mit einer ersten Charakterisierung von Dimorphos beginnen, die Forscherinnen und Forscher interessiert etwa, ob es dort einen Krater gibt. Vorstellbar sei auch, dass der Himmelskörper komplett verformt wurde. Anfang 2027 soll die Sonde dann auch zwei kleine Cubesats aussetzen. Einer von beiden soll gar auf dem Asteroidenmond landen. Hera soll Didymos und Dimorphos derweil zuerst aus einer sicheren Distanz von 25 bis 30 Kilometern erforschen, später soll sie sich auf zehn, vier und schließlich sogar einen Kilometer nähern. Für die Steuerung der Sonde ist das Weltraumkontrollzentrum der ESA in Darmstadt zuständig.

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